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Veranstaltungen |

Otto Griebel. Im Panoptikum der Zeit

 

Öffnungszeiten  4. Februar bis 7. Mai 2017
Dienstag bis Donnerstag, Samstag und Sonntag 10-18 Uhr Freitag 10-19 Uhr, montags geschlossen
Eintritt 5 €, ermäßigt 4 €, Gruppen ab 10 Personen 4,50 € Freitag ab 12 Uhr Eintritt frei, außer an Feiertagen

Alle Informationen zum Begelietprogramm (Führungen, Gespräche usw.) der Ausstellung "Otto Griebel. Im Panoptikum der Zeit. finden Sie hier.

Otto Griebel (1895-1972) gehört zu den wichtigsten Dresdner Künstlern der 1920er Jahre und ist den meisten Dresdnern dennoch weniger durch seine Kunst als aufgrund seiner gesammelten Lebenserinnerungen »Ich war ein Mann der Straße« bekannt. Unsere Sonderausstellung unternimmt den Versuch, Griebels Schaffen als Ganzes zu rekonstruieren. Ein Großteil seiner Werke ist der Zerstörung Dresdens 1945 zum Opfer gefallen. Trotzdem stellen wir eine opulente Auswahl von mehr als einhundert Gemälden, Zeichnungen und grafischen Arbeiten aus der Zeit von 1914 bis 1971 vor. Begleitet wird die Ausstellung mit der Veröffentlichung eines Gesamtverzeichnisses zu Griebels Werk.

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30.03.2017 18:00 Entdeckungen

Otto Griebel und die Kunst der Autobiografie.

[Gesprächsrunde]
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Details www.museen-dresden.de
Alle in Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Pirnaischer Platz (Bus 62, 75, 261, 305, 326, 328, 333, 360, 424; Tram 1, 2, 3, 4, 7, 12)
30/03/2017 18:00 30/03/2017 20:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Otto Griebel und die Kunst der Autobiografie. Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung 38 DD/MM/YYYY
09.04.2017 11:00 Führungen

»Otto Griebel. Im Panoptikum der Zeit«

[Rundgang]
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Details museen-dresden.de
Alle in Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Pirnaischer Platz (Bus 62, 75, 261, 305, 326, 328, 333, 360, 424; Tram 1, 2, 3, 4, 7, 12)
09/04/2017 11:00 09/04/2017 13:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de »Otto Griebel. Im Panoptikum der Zeit« Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung 38 DD/MM/YYYY
12.04.2017 16:30 Führungen

Otto Griebel – Künstler, Kommunist, Familienvater. ( mit Matthias Griebel)

[Sonderführung]
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Pirnaischer Platz (Bus 62, 75, 261, 305, 326, 328, 333, 360, 424; Tram 1, 2, 3, 4, 7, 12)
12/04/2017 16:30 12/04/2017 18:30 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Otto Griebel – Künstler, Kommunist, Familienvater. ( mit Matthias Griebel) Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung 38 DD/MM/YYYY
23.04.2017 11:00 Führungen

»Otto Griebel. Im Panoptikum der Zeit«

[Rundgang]
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Details museen-dresden.de
Alle in Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Pirnaischer Platz (Bus 62, 75, 261, 305, 326, 328, 333, 360, 424; Tram 1, 2, 3, 4, 7, 12)
23/04/2017 11:00 23/04/2017 13:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de »Otto Griebel. Im Panoptikum der Zeit« Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung 38 DD/MM/YYYY
27.04.2017 19:00 Konzerte/Musik

Konzert in der Ausstellung: Stimmungsbilder.

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Details www.museen-dresden.de
Alle in Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Pirnaischer Platz (Bus 62, 75, 261, 305, 326, 328, 333, 360, 424; Tram 1, 2, 3, 4, 7, 12)
27/04/2017 19:00 27/04/2017 21:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Konzert in der Ausstellung: Stimmungsbilder. Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung 38 DD/MM/YYYY
03.05.2017 17:00 Führungen

Von Dada zur »Asso« – Otto Griebel und die kritische Kunst im Dresden der Weimarer Republik

[Rundgang]
Details www.museen-dresden.de
Alle in Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Pirnaischer Platz (Bus 62, 75, 261, 305, 326, 328, 333, 360, 424; Tram 1, 2, 3, 4, 7, 12)
03/05/2017 17:00 03/05/2017 19:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Von Dada zur »Asso« – Otto Griebel und die kritische Kunst im Dresden der Weimarer Republik Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung 38 DD/MM/YYYY
 

Der Künstler

Otto Griebel (1895-1972) ist bisher vor allem als Vertreter der proletarisch-revolutionären Kunst in der Zeit der Weimarer Republik bekannt. 1911 begann er eine Glasmalerausbildung an der Königlichen Kunst-gewerbeschule in Dresden. Unterbrochen durch den Weltkrieg, setzte er diese 1919 fort. Im Herbst desselben Jahres wechselte er an die Kunst-akademie, wo er bis 1922 bei Robert Sterl studierte. Er gehörte der Dresdner Dada-Gruppe um Erwin Schulhoff und Otto Dix an und war Mitglied zahlreicher progressiver Künstlervereinigungen. Seit 1919 war er Mitglied der KPD, von 1920-1923 der linksradikalen KAPD. In Dresden war er Gründungsmitglied der Gruppe der Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands (Asso) und der Dresdner Sezession 1932. Für die KPD und ihre Flankenorganisationen war er als Vortragsredner, Puppenspieler, Schnellzeichner und Illustrator tätig. 1933 wurde er verhaftet und nur unter der Auflage der Einstellung seiner politischen Tätigkeit entlassen. Werke aus seinem Besitz wurden beschlagnahmt, andere in den Femeausstellungen „Entartete Kunst“ diffamiert und aus Museumsbesitz entzogen. 1945 verlor Otto Griebel nahezu sein gesamtes Lebenswerk in der Bombennacht des 13. Februar. 1946 nahm er eine Stelle als Kunsterzieher in einem Gymnasium an, 1953 bis 1960 war er an der Arbeiter- und Bauern-Fakultät der Dresdner Kunsthochschule tätig. Sein bildnerisches Werk setzte er nach 1949 nur noch sporadisch fort und widmete sich stattdessen dem Schreiben. das Werk Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte Griebel, sich experimentell die neuesten Entwicklungen der avantgardistischen Kunst anzueignen. In dieser Zeit war er der einzige Dresdner Maler, der nichtgegenständlich arbeitete. Nach dem Intermezzo „Dada“ fand Griebel 1920 zu einer sachlich-realistischen Gestaltungsweise, die ihm einen direkten Ausdruck seiner politischen Überzeugungen ermöglichte. Anfangs nahe an Stil und Themen seines Kommilitonen Otto Dix, fand Griebel um 1923 zu einer eigenstän-digen Handschrift. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre machte er sich überregional einen Namen als Aktzeichner, Humorist und politisch-kritischer Künstler. 1933 zog er sich in der „Gruppe der Sieben“ zum Aquarellieren in der Landschaft zurück, setzte aber auch seine bildnerische Auseinandersetzung mit den Erlebnissen des Ersten Weltkriegs fort. Während der letzten Kriegswochen 1945 begann Otto Griebel wieder zu malen, schuf Landschaften, sein „Selbstbild vor dem brennenden Dresden“ und eine Zeichnungsfolge zu den Erlebnissen der Bombennacht vom 13. Februar 1945. In den Folgejahren versuchte er, verlorene Bilder und Motive zu wiederholen und an sein politisches Werk der 1920er Jahre anzuknüpfen. Mehr und mehr wandte er sich jedoch dem Schreiben zu und vernachläs-sigte die bildkünstlerische Arbeit. Um 1960 setzte er sich in einer Serie von Zeichnungen ein weiteres Mal mit den Schrecken des Krieges auseinander. (Selbstbildnis Otto Griebel vor dem brennenden Dresden 1945 Foto Museum der bildenden Künste Leipzig - Gerstenberger)
 

Die Ausstellung

Nach einer kleinen Personalausstellung 1965 im Leonhardi-Museum Dresden und einer weiteren 1995 im Stadtmuseum Dresden ist dies die bisher umfassendste Retrospektive zum Werk von Otto Griebel. Unser Ziel ist vor allem die Rekonstruktion der Hauptschaffenszeit des Künstlers von 1919 bis Mitte der 1930er Jahre. Zu diesem Zweck wurden mehr als die Hälfte aller erhaltenen Werke Griebels zusammengetragen. Daneben geben wir ein Überblick über das Spätwerk nach 1945. Insgesamt umfasst die Schau 148 Werke aus der Zeit von 1914 bis 1971, davon 13 Gemälde. Der Rundgang beginnt mit einem Selbstbildnis des Jahres 1914. Nichtgegen-ständliche Werke des Jahres 1919 und einige Belegstücke dadaistischer Arbeit schließen sich an. Aus den 1920er Jahren zeigen wir eine Auswahl der zahlreichen satirischen Zeichnungen Griebels in Briefen und Gästebüchern von Sammlern und Künstlerfreunden, Aktstudien, Bilder des Krieges und des arbeitenden Menschen sowie Arbeiten für das Puppentheater. Daran schließen sich Werke der 1930er Jahre an – Landschaftsaquarelle aus der Umgebung Dresdens und wiederum Auseinandersetzungen mit den Erlebnissen des Weltkriegs. Blätter der Folge „Der Tod von Dresden“ und ein Selbstbildnis markieren den Neubeginn 1945. Ausgewählte Werke der 1950er Jahre leiten zu den wichtigsten späten Arbeiten über: der Zeichnungsfolge zu dem Antikriegsroman „Das Feuer“ von Henri Barbusse. (Foto. Otto Griebel-Pessimistische Symphony 1919, SKD herbert Boswank)
 

Das Werk

Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte Griebel, sich experimentell die neuesten Entwicklungen der avantgardistischen Kunst anzueignen. In dieser Zeit war er der einzige Dresdner Maler, der nichtgegenständlich arbeitete. Nach dem Intermezzo „Dada“ fand Griebel 1920 zu einer sachlich-realistischen Gestaltungsweise, die ihm einen direkten Ausdruck seiner politischen Überzeugungen ermöglichte. Anfangs nahe an Stil und Themen seines Kommilitonen Otto Dix, fand Griebel um 1923 zu einer eigenstän-digen Handschrift. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre machte er sich überregional einen Namen als Aktzeichner, Humorist und politisch-kritischer Künstler. 1933 zog er sich in der „Gruppe der Sieben“ zum Aquarellieren in der Landschaft zurück, setzte aber auch seine bildnerische Auseinandersetzung mit den Erlebnissen des Ersten Weltkriegs fort. Während der letzten Kriegswochen 1945 begann Otto Griebel wieder zu malen, schuf Landschaften, sein „Selbstbild vor dem brennenden Dresden“ und eine Zeichnungsfolge zu den Erlebnissen der Bombennacht vom 13. Februar 1945. In den Folgejahren versuchte er, verlorene Bilder und Motive zu wiederholen und an sein politisches Werk der 1920er Jahre anzuknüpfen. Mehr und mehr wandte er sich jedoch dem Schreiben zu und vernachläs-sigte die bildkünstlerische Arbeit. Um 1960 setzte er sich in einer Serie von Zeichnungen ein weiteres Mal mit den Schrecken des Krieges auseinander.  Foto. Otto Griebel-Menschen sind immer nich die billigste Ware 1923 The Puskin State Museum of Fine Arts Moskow, Bildrechte Nachlass Otto Griebel)

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