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Dresdner Schmalfilmtage

 

Das waren die Dresdner Schmalfilmtage 2017

Eine Fortsezung 2018 ist geplant

Die mehr als 700 Besucher der 18. dresdner schmalfilmtage bestaunten an den drei Festivaltagen in der Motorenhalle Dresden Astronautenlandungen an marokkanischen Stränden, das bewegte und bunte Leben der neapolitanischen Femminielli und die Deutschlandpremiere Pioniere des afroamerikanischen Kinos. 2017 wurden die dresdner schmalfilmtage volljährig und thematisierten − passend zum 18. Jahrgang – alles was erwachsen macht. Von Kunst bis Trash war alles dabei. Es wurde gereist, amerikanische Hochzeitskapellen und italienische Bergdörfer mit Schlangenkult besucht und die gesellschaftlichen Normen hinsichtlich Sexualität aus weiblicher, männlicher und transgender Sicht vielfältig hinterfragt.

 

Passend zur Volljährigkeit wurde auch gewählt! Beim diesjährigen Internationalen Wettbewerb Super8/16 überzeugte die Jury aus den international renommierten Filmemachern Eva C. Heldmann, Adriana Vila und Nino Pezzella der Dokumentarfilm BERTA von Julius Dommer. Der Schlachtung der Kuh Berta ging Dommer auf ganz besondere Art und Weise, mit herausragendem ästhetischem Bewusstsein und hoher technischer Qualität nach, so die Jury. Lobend erwähnt wurde zudem der französische Experimentalfilm Les Eaux dormantes von Emmanuel Piton vor allem für die Mischung aus politischen Statements, filmischer Choreografie und technischen Details. Den Dresdner Publikumspreis gewann der Experimentalfilm What time is it? des bekannten Super8-Filmemachers Stefan Möckel.

Eine Neuheit. Der Filmverband Sachsen lobt für 2018 einen neuen Preis im Rahmen der dresdner schmalfilmtage aus. In den letzten Monaten wurden die Bestände an audiovisuellen Medien in sächsischen Archiven, Sammlungen, nichtstaatlichen Einrichtungen und Privatpersonen in Kooperation zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Filmverband Sachsen e.V. erstmals erfasst. Der Freistaat Sachsen verfügt über erhebliche Bestände an Filmen und Videos und Tonaufnahmen, die wesentliche Momente der Geschichte in den letzten 150 Jahren festhielten. Der neu ausgelobte Filmpreis schließt hier an. Im Rahmen des Projektes Audiovisuelles Erbe des Filmverbandes Sachsens, lud Projektleiter André Eckardt bei den diesjährigen dresdner schmalfilmtagen, Filmemacher ein, Filme die sich explizit mit Archivmaterial beschäftigen, einzureichen.

Die dresdner schmalfilmtage haben sich seit der Erstauflage 1997 zu einem anerkannten Forum für die deutsche und internationale Schmalfilmszene entwickelt und das auch in diesem Jahr wieder bewiesen. Das unkonventionelle Filmfestival stellt dokumentarische, künstlerische oder fiktionale Filmproduktionen in den Mittelpunkt, die eines gemeinsam haben: Sie wurden originär auf Schmalfilm realisiert.

Quelle: riesa efau