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RomAmoR - Eine Hommage an die Sinti und Roma Kulturen 2015/16

 

RomAmoR- Eine Hommage an die Sinti und Roma Kulturen 2015/16

Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in der Mitte Europas. Wo immer die „Zigeuner“ auftauchten, bereicherten sie die ansässigen Kulturen, verschmolzen mit ihnen und prägten diese nachhaltig. Der spanische Flamenco, die jüdische Klezmer-Musik und die kubanische Rumba sind musikalische Ausdrucksformen der Roma. Sie inspirierten Brahms, Liszt, Bizet, bevölkern Kinderlieder und Abzählreime, geben ebenso hartnäckige Projektionsflächen für jahrhundertealte Vorurteile wie romantisierende Vorstellungen von Freiheit und fahrendem Volk ab. Kaum eine Minderheit wurde und wird mit so großer gesellschaftlicher Verachtung belegt wie die Sinti und Roma. 
Wir finden, es ist an der Zeit, ihnen ein eigenes Festival zu widmen. RomAmoR, das Wortspiel aus Roma und Liebe, steht für eine Hommage an die Kulturen und Künste der Roma. RomAmoR ist ein großes Fest und eine ernsthafte Auseinandersetzung zugleich.
Die Formulierung Sinti und Roma ist als Schirmterminus heute in Deutschland gebräuchlich und wird so vom Zentralrat der deutschen Sinti und Roma verwendet. Auch Sinti und Roma bleibt als Überbegriff unscharf, da nicht alle Gruppierungen wie beispielsweise die Ashkali, Kalé, Manouches, Irish Travellers oder Gypsies in ihrer kulturellen und sprachlichen Unterschiedlichkeit durch eine Formulierung erfasst werden können. Ab September 2015 bis April 2016 veranstaltet HELLERAU das spartenübergreifende Festival RomAmoR als Hommage an die zeitgenössische Kunst und Kultur der Sinti und Roma.
 
Quelle. Festspielhaus Hellerau