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EINE WOCHE IM OKTOBER – 25 JAHRE FRIEDLICHE REVOLUTION

 
Eine Woche im Oktober – 25 Jahre friedliche Revolution
Eine Themenwoche mit Theater, Diskussionen, Lesungen, Konzerten, ­Performances und einem eigenen Radiokanal vom 3. bis 9. Oktober 2014
 
 
Während der Themenwoche Filme zur Wende, Konzerte (Die Zöllner und Keimzeit Akustik Quintett) sowie Gespräche mit Zeitzeugen und internationalen Akteuren geben.
 
Ein MDR Figaro-Café in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden und der ZEIT findet als Auftakt schon am 28. 9. statt. Unter dem Titel 1989: Jedem seine Geschichte. Von Revolutionen, Dichtungen und Wahrheit geht Moderator Thomas Bille mit seinen Gästen der Frage nach: Wie entsteht Geschichte? Seit 25 Jahren gleichen die ehemaligen DDR-Bürger ihre Lebensgeschichte mit der offiziellen Version der Historiker ab, sehen Filme und lesen Romane über das Leben in einem untergegangen Land, sie verfolgen, welche Themen immer wieder Schlagzeilen machen. Je nachdem, wie gut die erzählten zu den ­eigenen Geschichten passen, finden sie sich wieder oder sind befremdet. Der Schriftsteller Ingo Schulze, die Drehbuchautorin Heide Schwochow und die Journalistin Evelyn Finger haben alle eine „DDR-Geschichte“ und machen das auch zum Gegenstand ihrer Bücher, Filme und Artikel.
Am 4. 10. widmen wir uns einer der kraftvollsten Spielarten subversiver Widerstandskraft der 80er Jahre: dem Punk. Zu hören sind die Berliner und Dresdner Punkbands The Monster Movie Club und Feeling D. Außerdem zeigen wir die Uraufführung des Dokumentarfilms ACHTUNG! Wir kommen mit bislang unveröffentlichtem Filmmaterial über die Geburtsstunden von Rammstein.
Am 7. 10. präsentiert das Filmfest Dresden fünf selten gezeigte Kurzfilme, die zwischen 1988 und 1990 in Dresden gedreht wurden: von persönlichen Amateurfilmaufnahmen über einen wiederentdeckten Dokumen­tarfilm über die Geschehnisse im Oktober 1989 bis hin zur Hip-Hop-Animation.
 
„Wir sind das Volk!“ war der Schlachtruf der friedlichen Revolution von 1989, die 2014 ihr 25. Jubiläum feiert. Mit dem zeitlichen Abstand eines Vierteljahrhunderts widmet sich das Staatsschauspiel eine Woche lang den Ereignissen im Oktober '89 und den damit verbundenen Fragen an die Gegenwart. Welche symbolischen Bilder verbinden wir mit der Wende? Wie ist sie im Kontext der Revolutionen und Aufstände seit 1989 zu sehen? Welche Erwartungen waren an den Umbruch geknüpft, und was für eine Gesellschaft hat sich in den letzten 25 Jahren daraus entwickelt? Wie lässt sich Revolution heute als ein gesellschaftliches Phänomen begreifen?