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Schließung Frauenkirche Dresden

Alle Veranstaltungen in der Dresdner Frauenkirche  ab 14.01.2017

Hinter verschlossenen Türen wird geputzt, ausgebessert und gewartet

Vom 9. bis 13. Januar bleibt die Frauenkirche wegen Reparatur- und Wartungsarbeiten für Besucher geschlossen. Neben den jährlichen Wartungs- und Reinigungsarbeiten im Kirchraum und der Wendelrampe wird erstmals auf einem besonderen Gerüst im Hauptkuppelraum gearbeitet.

„Es ist unser Ziel, die Frauenkirche im bestmöglichen Zustand zu halten. Wir verleugnen nicht die Spuren der intensiven Nutzung, jedoch reagieren wir frühzeitig auf Mängel oder Abnutzungen. So vermeiden wir, dass größere Schäden oder Gefahrenquellen entstehen“, erklärt Stiftungsarchitekt Thomas Gottschlich. „Vieles wird über das Jahr hinweg erledigt, manche Arbeiten brauchen aber etwas mehr Zeit. Diese bündeln wir und führen sie während der Schließwoche durch.“

Seit 2008 ist die Schließzeit ein fester Termin. Bewusst liegt sie in der besucherschwachen Zeit im Januar. Mit fünf Schließtagen für den Kirchraum und nur vier für den Kuppelaufstieg ist sie knapp wie selten zuvor. Eng getaktet sind daher die vielen Maßnahmen, die geplant sind: Tischler arbeiten das Gestühl im Kirchenschiff und auf den Emporen auf, Maler beseitigen Abnutzungen an den marmorierten Kirchraumtüren und an Wandflächen, Elektriker sind im Batterieraum zugange. Alle Türen werden geprüft, die Sitzbankauflagen gereinigt und Leuchtmittel getauscht.

Nach wie vor ein besonderer Arbeitsort

Viele dieser Arbeiten fallen jedes Jahr aufs Neue an. Nach Möglichkeit werden sie von Handwerkern erledigt, die die Frauenkirche schon seit dem Wiederaufbau kennen. Einer von ihnen ist Tischlermeister Sebastian Schulz. Für ihn ist die Frauenkirche nach wie vor ein besonderer Arbeitsort: „Hier arbeite ich an einem lebendigen Denkmal im Scheitelpunkt einer vernarbten Stadt und betreibe meine ‚eigene‘ Denkmalpflege: Ich pflege ein Denkmal, das ich selbst mit errichtet habe. Sonst sind es ja meistens Denkmale unserer Vorfahren, die wir nachpflegen.“

In diesem Jahr gibt es zudem ein Novum: Dank eines speziellen Gerüstes, das fahrbar auf Schienen im Hauptkuppelraum errichtet wurde, werden erstmals die kleinen Kuppelgaupen der Hauptkuppel gewartet. Diese sind sonst nicht erreichbar. „Wir müssen Ventilatoren austauschen und Leuchtmittel ersetzen. Auch Elektroarbeiten stehen an. Außerdem wollen wir den Putz begutachten und, wo nötig, ausbessern. Anfallende Maler- und Reinigungsarbeiten erledigen wir gleich mit“, so Gottschlich.

Das Gerüst dafür erlebt seinen ersten Praxiseinsatz. Aufgrund der aufwändigen Arbeitsabläufe wird es über die Dauer der Schließzeit hinaus stehen bleiben. Wie lange genau, richtet sich nach dem Zustand der Gaupen. Vom Kirchraum aus ist das Gerüst nicht zu sehen, denn eine Plane verdeckt aus Sicherheitsgründen den Druckring am Abschluss der inneren Kuppel.

Alle Veranstaltungen in der Dresdner Frauenkirche  ab 14.01.2017

quelle frauenkirche dresden