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„Alltäglische Geschichten“ – Kindeswohlgefährdung bei Drogenkonsum der Eltern – Dreikönigskirche Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Programm zur Eröffung am 15.2.2016
17:00 Uhr: Ausstellungseröffnung
17:30 Uhr: Spielfilm "Zoey" (45 Min.)
18:15 bis 19:00 Uhr:
Möglichkeit zum Gespräch und Diskussion zum Thema mit Herrn Dr. Dinger/Kinderarzt Uniklinikum Dresden und Frau Bein/ Mädchenprojekt MAXI vom Frauen- und Mädchengesundheitszentrum MEDEA

Die Ausstellung beleuchtet die Perspektive der Kinder auf ihre Suchtmittel konsumierenden Eltern.  Mit dieser Ausstellung wagen wir uns ein Stück hinein in die Welt der kindlichen Liebe. Sie leben in steter Erwartung der elterlichen Annahme. Dafür lieben sie beharrlich ihre Eltern, um „Gedeih und Verderb“ und um den Preis der immer wieder neuen Enttäuschung.  Jede noch so dramatische Situation wird mitfühlend aufgesogen und das Gefühl des „Andersseins“ ganz individuell ausgeglichen.  Da ist der kleine Helfer, der kleine Clown, der kleine Trotzkopf, das Stille-Wasser-sind-tief-Kind, das verantwortungsvolle Kind...  Sie sind uns Erwachsenen ausgeliefert, und wir haben die Wahl: wegschauen oder zu handeln. „Nichts mitbekommen“ zählt nicht mehr.  Wer Augen hat und sieht, kann auch hinschauen.  Darum diese Ausstellung.  

Nach der Ausstellungseröffnung folgt ein Film über die Lebenswelt von Kindern in suchtbetroffenen Familien, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt :
Die Eltern der 14-jährigen Zoey leben getrennt. Zoey wohnt mit ihrem jüngeren Bruder abwechselnd bei ihrer Mutter und ihrem Vater. Der Vater ist Alkoholiker und hat gerade einen stationären Klinikaufenthalt hinter sich. Nach einigen Tagen trinkt der Vater wieder sein erstes Bier. Der Konsum steigt und er kann seinen Pflichten nicht mehr nachkommen. Er hält sich nicht an Versprechen und stört betrunken eine wichtige musikalische Aufführung seiner Tochter.  Zoey schärft ihrem Bruder ein, der Mutter nichts über den Alkoholkonsum zu erzählen. Da die Mutter und ihr Partner Urlaub machen, wohnen Zoey und ihr Bruder zwei Wochen beim Vater. Nachdem Zoey es nicht schafft, ihren Vater eines Nachts aus der gegenüberliegenden Kneipe abzuholen, holt sie ihren Bruder und geht mit ihm zur Wohnung der Mutter. Der Vater läuft betrunken vor ein Auto und wird von der Polizei aufgegriffen. Daraufhin kehren die Mutter und ihr Partner eilig aus dem Urlaub zurück.  Als sie ankommen, schlafen Marlon und Zoey im Kinderzimmer. Astrid tröstet ihre Tochter, woraufhin Zoey entgegnet, dass sie ihrem Vater nicht helfen konnte.  Am nächsten Morgen begegnet ihr Deniz vor der Tür, setzt sich auf ihr Fahrrad und lädt sie ein aufzusteigen. Zuerst noch ein wenig zögerlich, dann aber lachend, steigt sie auf und beide fahren weg. 

quelle dreikönigskirche dresden