• Startseite
  • Veranstaltung
  • „Am besten, man wird in die Liebe zur Musik hineingeboren“
Kultur
Kalender
Dresden
und
Umgebung
Klassik |

„Am besten, man wird in die Liebe zur Musik hineingeboren“ – Marcolinihaus Moritzburg | Alle Veranstaltungen

 

Johann Adolph Hasse (1699-1783) war zu seiner Zeit einer der populärsten
Komponisten Europas. Mit der gefeierten Sopranistin Faustina Bordoni an
seiner Seite und in seinen Opern bildeten sie das berühmteste
Künstlerehepaar des 18. Jahrhunderts. Sein Ruhm gründete hauptsächlich
auf Opernkompositionen im italienischen Stil, die zahlreich am und für
den Sächsischen Hof in Dresden geschrieben wurden. Als „Königlich
Polnisch und Kurfürstlich Sächsischer Kapellmeister“ machte er das
Opernhaus in Dresden mit seinem Ensemble (u.a. dabei eben Faustina
Bordoni (Sopran) und Joseph Schuster(Bass)) zur ersten Adresse dieser
Zeit. So steil sein Aufstieg, so rapid auch sein Niedergang. Nach dem
Siebenjährigen Krieg fehlten dem verarmten Hof die Mittel - der
Hasse-Verehrer Friedrich 2 von Preussen trug wesentlich dazu dabei - für
seine opulenten Aufführungen und dem teuren Personal, in Europa begann
der Siegeszug Mozarts. Seine Opern werden bis heute kaum gespielt, seine
geistliche Musik ist zunehmend wieder im Konzert zu hören. Wenn
vielleicht auch für ganze Hasse-Opern die Zeit noch nicht gekommen ist,
seine Werke sind voll grandioser Musiken, Kantaten von unglaublicher
Schönheit.

Fast genau vor 285 Jahren war in den "Dresdner Merkwürdigkeiten" zu lesen:
  "Den 7.Juli ist der Königl.Pohln. und Churf. Sächs. Capellmeister,
Mons.Hasse, mit seiner neuen Eheliebsten, der bekandten Sängerin
Faustina, die ihres gleichen wenig haben soll, aus Venedig allhier
angelanget, und hat Tags darauf bey Ihro Maj. dem König dieselbe die
erste Probe ihrer Geschicklichkeit im Singen zu vollkommenen
Contentement hören laßen."

Dieses und andere interessante Ereignisse hat das nächste Konzert der
Reihe „La Serata Camillo“ am 14.Juli 2016 19.00H im Marcolinihaus
Moritzburg zum Inhalt und natürlich wird gesungen: Isabel Jantschek
(Sopran) und Martin Schicketanz (Bass) werden das geschätzte Publikum
königlich erfreuen mit Ihrem gesanglichen Können, unterstützt von Inka
Döring (Barockcello), Luise Haugk (Barockoboe), Betty Mészáros (Cembalo).
Neben Hasse gibt es Kompositionen von A Vivaldi, JS Bach, GA Homilius,
GB Benzoni, A Caldara.
In sommerlicher und sinnenfreudiger Atmosphäre gibt es Musik und
Anekdötchen zu Wein und Brötchen... .

Eintritt frei - bitte reservieren

quelle: thomas jung