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Architekt - Busdriver - Zwei Brücken 20 Jahre Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden – Kunsthalle im Lipsiusbau - SKD | Alle Veranstaltungen

 

Architekt, Busdriver, Zwei Brücken – die neue Ausstellung in der Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse Dresden

Der aufmerksame Besucher wird bei einer Vielzahl der Bilder unweigerlich ein Déjà-vu Erlebnis haben. Sind sie doch schon lange im Besitz der Galerie Neue Meister und wurden in den letzten Jahren in verschiedenen Ausstellungen, auch im Lipsiusbau, bereits gezeigt. Der Charme der von Mathias Wagner kuratierten Ausstellung besteht in einer eher unkonventionellen Hängung, die, auch aus Platzgründen, so nicht in der Galerie Neue Meister möglich ist.

Es entstehen Situationen, die den Besucher regelrecht hineinziehen in die Bilder- und Gedankenwelt der Künstler. Der bewusste Verzicht auf erklärende Texte sorgt dafür, dass man sich ganz auf die Bilder konzentriert und seinen eigenen Gedanken freien Lauf lassen kann und soll. Nichts ist festgeschrieben. Zugegeben, manchmal wäre eine Erklärung zumindest hilfreich, um z.B. das großartige der Bilder von Beate Gütschow zu erfassen.

Ihre zwei großformatigen schwarz-weiß Fotografien lassen den Betrachter angeblich Bekanntes erblicken. Eine geschundene Landschaft in umkämpftem Gebiet, vielleicht im Nahen Osten oder Afrika und daneben die futuristisch anmutende Architektur eines Hauses, als Traum eines nie eingelösten Versprechens. Man glaubt das Alles zu kennen. In Wirklichkeit bestehen diese seltsam realistischen Fotografien aus manchmal bis zu einhundert Einzelfotos, die zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten gemacht wurden. Hier treffen sich in beeindruckender Weise unsere gelernte Sicht von Dokumentarfotografie und die neu geschaffene fotografische Fiktion.

Im Mittepunkt der Ausstellung steht, schon wegen seiner schieren Größe, das Werk von Olaf Holzapfel, welches sich auch im Titel der Ausstellung wiederfindet – „Zwei Brücken“.
Gekauft von der Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden, dem Förderverein der Galerie Neue Meister, ist es die Jüngste von insgesamt ca. 40 Erwerbungen, die der Freundeskreis in den letzten 20 Jahren als Leihgabe der Galerie Neues Meister zur Verfügung stellen konnte.

Diese Ausstellung dokumentiert anschaulich das vertrauensvolle Miteinander staatlicher Museen und dem privaten Förderer, ohne den in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Mittel, der Kauf zeitgenössischer Kunst schlicht nicht mehr möglich wäre.

Vom 30.08. bis zum 2.11.2014 bietet sich eine spannende Möglichkeit, sich den Erwerbungen der Gesellschaft für Moderne Kunst Dresden im Kontext des Bestandes der Galerie Neue Meister zu nähern und sich seine ganz persönliche Sicht auf die Moderne Kunst in Dresden zu erschließen.

Gesellschaft für Moderne Kunst Dresden
Kunsthalle im Lipsiusbau - Staatliche Kunstsammlungen Dresden