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ARIADNE AUF NAXOS – Landesbühnen Sachsen | Alle Veranstaltungen

 

ARIADNE AUF NAXOS
Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss

Das Opern-Experiment des Librettisten Hugo von Hofmannsthal und des Komponisten Richard Strauss, das zwischen 1912 und 1918 – mehrfach umgearbeitet – in drei verschiedenen Fassungen zur Aufführung kam, diskutiert als „Theater auf dem Theater“ kunst- und lebensphilosophische Fragestellungen:
Zunächst zeigt das Vorspiel einen empörten Komponisten: Sein neues Werk, die ambitionierte Opera seria „Ariadne“, soll im Haus eines reichen Bürgers zusammen mit einer ebenfalls für diesen Abend geplanten Buffo-Posse aufgeführt werden... Dass der junge „Ariadne“-Komponist an der Missachtung seiner Kunst nicht verzweifelt, ist dem weiblichen Charme Zerbinettas zu danken: Als improvisationsbegabte Protagonistin der Komödianten-Truppe gibt sie nicht nur dem Komponisten neuen Lebensmut, sondern will sich auch an Ariadne versuchen:
So treffen in der folgenden ungewöhnlichen Aufführung zweier Werke unversehens auch zwei Frauen mit gänzlich verschiedenen Lebensansichten aufeinander. Die trauernde, von Theseus verlassene Ariadne, die ihrer einzigen Liebe treu bleiben will bis in den Tod und die lebenslustige Zerbinetta mit ihren vier Liebhabern, die aus Erfahrung weiß, dass es für jede Frau nicht nur „den Einen“ gibt: „Kommt der neue Gott gegangen, hingegeben sind wir stumm.“ Und Zerbinetta behält Recht: Im Falle von Ariadne heißt der neue Gott Bacchus.
Die Musik, die Heroisches mit Komödiantischem kontrastreich verbindet und das tragische Erleiden des Lebens ebenso hörbar werden lässt wie den spielerischen Genuss desselben, verspricht ein entsprechend umfassendes Kunsterlebnis.