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Banda Internationale – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

GERMI RIESS Trompete, Flügelhorn
ALEXANDER VALNOV Trompete
MICHAL TOMASZEWSKI Klarinette, el. Kalimba
RICHARD EBERT Tenorsaxophon, Querflöte
JULIAN LOEHR Alt- & Baritonsaxophon
MARTIN SCHULZE Posaune
JOHANNES GRIES Baritonhorn
FELIX KORTE Posaune
PETER BIRKENHAUER Sousaphon

Und Gäste.

Dresden war in den vergangenen Monaten so etwas wie das Epizentrum einer anhaltenden gesellschaftlichen Debatte über Asylrecht, Fremdenfeindlichkeit und Integration. Für die Dresdner Band BANDA COMUNALE gehört es zum Selbstverständnis, dabei zu sein. Mit ihrer mitreißenden Blazmusik, die sich unterschiedlichster kultureller Einflüsse aus Osteuropa, Südamerika und Nordafrika bedient, spielten sie unermüdlich auf bei Demonstrationen, Willkommensfesten, Solidaritäts-Konzerten und direkt in Erstaufnahme-Einrichtungen. Dabei erlebten sie außergewöhnliche Begegnungen, wie sie in ihrer Intensität nur Musik möglich macht. Die Erfahrungen haben die elf Musiker bewogen, einen Schritt weiter zu gehen: Unter den aus Krieg und Not geflüchteten Menschen suchten und fanden sie Musiker und gründeten gemeinsam mit ihnen eine neue Formation: BANDA INTERNATIONALE! 
Musik der jeweiligen Herkunftsländer fließt da ein, neue Stücke wurden arrangiert und am Ende soll sogar eine CD entstehen, die viele Geschichten erzählt, aber ein einziges großes Thema hat: Heimat. Volksmusik, Identität und Heimatverbundenheit sind gemeinhin Terminologien konservativer Positionen. Doch wie verändert der Verlust oder die Aufgabe der eigenen Heimat den Blick auf diese Fragen? Welche Rolle spielen verstaubte Traditionen und nostalgische Erinnerungen in einem fremden Land, einer fremden Umgebung und mit einer ungewissen Zukunft? Und welches Potential steckt in einem Perspektivenwechsel? Ist des einen oller Schunkelschlager des anderen angesagte Neuentdeckung? 
Viel theoretischer Unterbau zum Diskutieren ... Auf der Bühne aber geht die Post ab! Höllenschnell, kraftvoll, virtuos: Lateinamerikanische Cumbias, rumänische Coceks, dreckiger Rock'n'Roll, Orientalisches … aus mindestens hundertundzehn Fingern und elf Hälsen! 

Quelle: Staatsschauspile Dresden