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Kabarett/Comedy |

CAMPUSSLAM – Hörsaalzentrum der TU Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Gäste: Sven van THOM (Berlin), LOUISE KENN (Leipzig), JONAS SAMSON (Berlin), TOMMY TRIXA (Chemnitz), SEBASTIAN HAHN (Bremen), TILMANN DÖRING (Hildesheim), PAUL BOKOWSKI (Berlin)

 

Wenn Sven van Thom seine Gitarre in die Hand nimmt, kann man sich sicher sein,
dass er Melancholie und absoluten Trash humorvoll präsentiert. Dass dem kleinen
Brillenträger der Schalk im Nacken sitzt, erfährt man nicht nur auf seinen Konzerten,
sondern auch bei der Actionlesung „Tiere streicheln Menschen“, mit der van Thom
seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Martin „Gotti“
Gottschild auf den Bühnen der Republik unterwegs ist. Mit ihrer erfrischenden
Mischung aus wahnsinnigen Kurzgeschichten, bösartigen Liedern und unfassbaren
Diashows bringen die zwei Ihr Publikum regelmäßig dazu, die Gesichter in Lachfalten
zu legen und vor Freude den Lidschatten zu verschmieren. Eine wilde Mischung
also. Die einen würden sagen: „Schizophren!“ Die anderen sagen einfach nur:
„Abwechslungsreich“.

Louise Kenn hatte schon immer eine professionelle Meinung zu Dingen. 2014
merkte sie, dass es ihr nicht mehr ausreichte, diese nur ihren Freunden
aufzudrücken – so kam sie zum Poetry Slam. Das gefiel dann einigen Leuten und
seitdem reist sie hier und da in Deutschland herum und tritt auf. So auch bei uns und
darüber freuen wir uns.

Jonas Samson ist von Berufs wegen witzig und mag in seiner Freizeit hübsche
Frauen und Fischstäbchen. In nur etwas über einem Jahr hat der Poetry Slammer
und Lesebühnenautor - laut angesehenen Experten aus seinem unmittelbaren
Freundeskreis - in der Berliner Slamszene alles “weggebumst”, wenn er nicht
gewann, wurde er Zweiter, und wenn nicht Zweiter, dann Dritter und so
weiter. Inzwischen moderiert er den Eagel Slam und vertritt konsequent seinen
Mitbewohner Heiner bei der von ihm gegründeten Show ‘Heiners Late Night’ im
Prenzlauer Berg. Samsons Texte sind unvorhersehbar, gesellschaftskritisch,
vielschichtig wie eine Lasagne und immer unterhaltsam.

Sebastian Hahn ist nur 1,77m groß, manche behaupten, er sei dick, er nennt es
waagemutig. 2008 schrieb das Nordlicht seinen ersten Text. Ein Jahr später stand er
das erste Mal auf einer Bühne. Seitdem ist er irgendwie nicht mehr gegangen und es
konnte auch nur bergauf gehen. Ist es auch. Beim Campusslam legt sich Sebastian
Hahn der sich selbst als Poetryslammer, Komiker, Norddeutscher beschreibt - für
euch ins Zeug.

Tommy Trixa sagt über sich selbst: „Ich glaube, ich habe das Slammen nur
angefangen weil ich die Zeit dafür habe. Als Pädagogikstudent hat man die Wahl ob
man in seiner Freizeit wahlweise Essen an Tische bringt oder irgendwas mit Sprache
und Menschen macht. Da das erste Geld bringt und das zweite Spaß macht - mach
ich beides. Allerdings schon nach kurzer Zeit habe ich das Slammen lieben gelernt,
wohl auch weil ich mehr Talent darin habe als Teller von A nach B zu tragen...“

Tilman Döring, das ist Slam Poetry in Reinform. Manch einer soll bei seinen Texten
schon mitgenickt haben, erzählt man sich. Sollte das Versmaß bei ihm mal nicht
stimmen, dann nur, weil er Prosa vorträgt. Nicht nur seine jahrelange
Bühnenerfahrung, sondern auch sein gutes Händchen bei der Wahl seines
Haarshampoos machen ihn zu einem echten Multitalent der Kleinkunst. Ob
tiefgründig poetisch oder albern komisch, bei Tilman Döring sind die Brüche
vorprogrammiert, kaum einer ist so Facettenreich und man weiß nie was man
bekommt, er selbst oft auch nicht. Gewiss ist, der Pfeil, den er abschießt, trifft.

Paul Bokowski, geboren 1982 in Mainz am Rhein, gehört zur Speerspitze der
Berliner Lesebühnenszene. Der Autor, Vorleser und Geschichtenerzähler lebt seit
fünfzehn Jahren in einem der unbeirrbarsten Problembezirke der bundesdeutschen
Hauptstadt. 2014 gründete er seine eigene Lesebühne mit dem Namen »Fuchs &
Söhne«. Der ‘Woody Allen des Weddings’ entstammt einer polnischen Familie und ist
festes Redaktionsmitglied der Satirezeitschrift »Salbader«.