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Corinna Popp (Hamburg) liest aus Alain Badious Theaterstück "Der Vorfall bei Antiochien" und aus der "Rhapsodie für das Theater" – Stadtmuseum - Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

LITERARISCHE ALPHABETE 
Corinna Popp (Hamburg) liest aus Alain Badious Theaterstück "Der Vorfall bei Antiochien" und aus der "Rhapsodie für das Theater" und spricht mit Patrick Beck über die politischen Aufgaben des Theaters.
Die Hamburgerin Corinna Popp übersetzte bisher drei französische Philosophen und Dichter ins Deutsche: Alain Badiou, Antoine de Saint-Exupéry und Frédéric Schiffter. 
Eine Leidenschaft des 1937 geborenen französischen Philosophen Alain Badiou (vor drei Jahren Gast des Literaturforums) ist das Theater. Alain Badiou unterscheidet in seiner „Rhapsodie für das Theater. Kurze philosophische Abhandlung“ zwei Arten des Theaters. Auch wenn es komplett ausverkauft ist, zählt das schlechte „Theater“ nicht, da es nichts will als seine „obszönen Abendeinnahmen“. Kunst ist dort bloß ein Ornament. Das wahre Theater hingegen „ist nicht zum Vergnügen da, das vielleicht als Zugabe hinzukommt, sondern zum Denken“. Es verbreitet Wahrheiten, die im Wesen politisch sind. Es sagt „immer etwas über den Staat und letztlich über seinen Zustand“. Alain Badiou fordert: „Die Anwesenheit in den Theatern muss zur Pflicht gemacht werden“. 
Das Theaterstück „Der Vorfall bei Antiochien“ schrieb Alain Badiou zwischen 1984 und 1989. Das Wirtschafts- und Parteiensystem in einem demokratischen Land ist in einer schweren Krise. Doch dem Sieg einer revolutionären Gruppe folgt weitere Gewalt. Das Stück geht der Frage nach, wie man einen Staat gründen kann, der nicht seinerseits wieder in einer Ordnung erstarrt. „Sich aus einer hierarchisch organisierten Ordnung wegzudenken.“, erklärt Paula, die Hauptfigur des Stücks, „Ich vertraue auf die unendliche Befreiung...“. 

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