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„Dem Compromiß ist es gelungen, das Collegium frei zu machen von Juden.“ – HATiKVA e.V. | Alle Veranstaltungen

 

Der oben zitierte „Compromiß“ aus Reformverein, Allgemeinem Hausbesitzerverein sowie dem Konservativen Verein gelang es zur Stadtverordnetenwahl im November 1883, den letzten verbliebenen Juden, Emil Lehmann, aus dem kommunalen Parlament zu verdrängen und ein Mandat eines anderen jüdischen Bürgers, Gustav Meyer, abzuwehren.

Dass dies in Dresden geschah, kam nicht von ungefähr. 1879 bildete sich der antisemitische Reformverein in der sächsischen Residenzstadt und bereits drei Jahre später tagte auf dessen Initiative hin am Theaterplatz der „Erste Internationale Antisemitencongress“. Und auch im November 1883 verlautbarte deren Vereinsorgan – die „Deutsche Reform“ – judenfeindliche Äußerungen, die sich explizit gegen die Partizipation jüdischer Bürger an der Stadtverwaltung richteten.
An Beispielen der Dresdner Lokalpresse sowie den Stadtverordnetenprotokollen des Novembers 1883 soll die Wahlagitation gegen Emil Lehmann dargestellt werden.

quelle: hatikva