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Deo et Homines – Medienkulturhaus PENTACON Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Deo et homines…

"Mein Fotoprojekt über Religionen gründet auf einem interreligiösen Austausch und ist das Produkt der Angst einiger Menschen vor dem Islam. Der Islam steht hierbei nicht im Mittelpunkt, sondern ist Teil von dem religiösen Reichtum der uns, besonders in Berlin umgibt. Begonnen habe ich mit dem Aufkommen von Pegida & Co. Die sinnlose Angst und der blinde Hass auf Muslime und die gesamte Religion des Islam haben mich zum „NACHdenken“ angeregt, denn letztendlich wird an ein und den selben „GOTT“/Adonai/ JHWH geglaubt, denn es gibt nur einen Gott mit unterschiedlichen Namen. So wird es gepredigt.

Mit diesen Gedanken bin ich auf die Suche nach religiösen Häusern gegangen, um nach den Besonderheiten und den Gemeinsamkeiten zu suchen. Ich selbst bin nicht in eine religiöse Gemeinschaft eingebunden bin. Zuerst bin ich in ein mir vom Glauben her bekanntes Gotteshaus gegangen, mit einem Freund an der Seite. Hier öffnete sich mir eine überraschend offene Gemeinde, die einen spannenden fotografischen Einblick in ihre Form der Religion ermöglichte. Ich hatte Glück, denn es war gerade das griechisch-orthodoxe Osterfest, d. h. somit war es mir möglich sehr verdichtete liturgische Aufnahmen zu machen. Das Gotteshaus war zu diesem Zeitpunkt voller Menschen und die ganze Gemeinde kam zusammen. Die ganze Zeremonie war einer der beeindruckendsten Momente, die ich je im religiösen Kontext hatte.

Als nächste Gotteshäuser kamen nun eine Moschee und eine Synagoge. Ich wollte einerseits nicht auf irgendeine Weise missioniert werden, andererseits waren gerade die Gemüter sehr aufgeheizt, sowohl in der muslimischen als auch in der jüdischen Gemeinde. Ich wusste nicht genau wie ich als rothaarige Frau an die Menschen herantreten kann. Das ganze hört sich merkwürdig an, aber meine Erfahrungen haben mir dieses mulmige Gefühl gebracht. Ich war mir unsicher in wieweit ich mich bei einigen Häusern verdecken muss. Mir ist schon klar, dass ich nicht im super Minirock und weit ausgeschnittenem Dekolleté dort aufkreuzen kann, aber Kopf bedecken, ja oder nein?

Ich nahm nun meinen ganzen Mut zusammen und habe mit einigen Menschen gesprochen. Viele, wenn nicht sogar alle waren sehr offen und fanden meine Idee sehr spannend. So machte ich mich dann auf den Weg und fand eine Moschee. Ich wurde in dieser Moschee mit so viel Respekt und Herzlichkeit empfangen, welche ich von manchen anderen Menschen nicht bekommen habe.

Weiter auf der Suche nach einer Synagoge, fand ich nun auch diese. Und auch dort wurde ich offen empfangen. Es gab zwar ein paar mehr Regeln, bezüglich des Standortes und der Kleidung, aber ich sah dieses nicht so sehr als Regel, sondern eher als eine Selbstverständlichkeit für mich den betenden Menschen gegenüber, als Respektsbekundung. Für mich hat sich herausgestellt, dass es egal ist an welche Religion jemand glaubt, es gibt häufig mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen. „Deo et homines“ ist noch immer im Prozess. Meine Hoffnung und mein Wunsch ist, durch dieses Projekt einige Menschen zu erreichen, damit sie erkennen: Wir alle sind nur Menschen und wenn man es religiös benennt: Vor Gott sind wir alle gleich!" Carla Pohl

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