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Der Russe ist einer, der Birken liebt – Societaetstheater | Alle Veranstaltungen

 

Das tragik-komische Debüt der Autorin Olga Grjasnowa wurde im Feuilleton gefeiert und bietet faszinierende Einsichten in das Leben einer Einwanderungsgesellschaft: Die zwölfjährigen Marta, kommt als jüdischer Kontingentfüchtling 1992 aus Aserbaidschan in die deutsche Provinz. Lakonisch berichtet sie, wie sie für die Eltern dolmetscht, in der Schule zurückgestuft wird und ständig rassistischen Äußerungen ausgesetzt ist. Zahlreiche weitere Figuren mit „Migrationshintergrund“ treten auf und zeigen wie unsinnig diese Bezeichnung ist und wie hinderlich religiöse und
nationale Zuschreibungen sind. Die grandiose Erzählung hatte Premiere am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Im Anschluss an die Lesung wird Olga Grjasnowa mit den Gästen über ihre Migrationserfahrungen diskutieren.
Quelle: Jüdische Theaterwoche