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Deutsche und Deutschland im Heiligen Land in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts – Dreikönigskirche Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Als NAPOLEON Palästina im Jahre 1799 eroberte, lebten im Lande lediglich einige Dutzend europäische Christen. Bis zum Vorabend des Ersten Weltkrieges stieg die Zahl europäischer Christen auf ca. 5000. Über 3.000 von ihnen kamen aus dem Deutschen Reich, der größte Teil (ca. 2.500) aus dem evangelischen Württemberg. Als Missionare, Forscher und Siedler leisteten sie einen hoch-bedeutenden Beitrag zur kulturellen Entwicklung Palästinas und Jerusalems. Bis in unseren Tagen gibt es mehrere bleibenden Spuren, die deutsche Missions- und Siedlungstätigkeit im Heiligen Land hinterließen. Städteplanung und Landwirtschaft, Handwerk und beginnende Industrialisierung geraten hierbei ebenso in den Focus wie das sich entfaltende Engagement in den Bereichen Bildung, Erziehung, Krankenwesen und Diakonie. Dazu gehören auch Sachsen. Sie machte sich durch die Leitung des Aussätzigen Asyls Jesus Hilfe der Herrnhuter Brüdergemeinde und die Gründung der ersten Blindenschule Palästinas durch Christoph Graf von Münnich aus Dresden verdient.

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