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Deutscher Mühlentag – | Alle Veranstaltungen

 

Deutscher Mühlentag 2016

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp ... Nein, Mühlen stehen auch auf windigen Bergen oder in versteckten Tälern, aber sie klappern auch dort. Und schon denken wir an den armen Müllerburschen, den gestiefelten Kater oder den Herrn Grafen - ein schönes Märchen. Die Realität sieht heute jedoch anders aus. Von der Romantik ist nicht mehr viel übrig, wenn es sie je wirklich gegeben hat. Einige Mühlen existieren nur noch, weil Vereine und Privatpersonen diese mit wenig Geld, dafür aber mit viel Liebe und Enthusiasmus am Leben erhalten. Zum Deutschen Mühlentag öffnen wieder zahlreiche Mühlen und laden die ganze Familie ein, sich selbst ein Bild zu machen von einer Zeit, in der der Müllerbursche das Mehl malte oder das Holz mittels einer Wassermühle gesägt wurde.

Wer eine Mühle in Dresden oder den näheren Umgebung besuchen will, findet auf der Internetseite zum Deutschen Mühlentag eine komplette Übersicht der teilnehmenden Mühlen in Nah und Fern.

UnsereTipps: 

1. Die Zschonermühle

Beschreibung: altdeutsche Mühlenkonstruktion voll funktionsfähig, oberschlächtiges Wasserrad, 2 Mahlgänge, Beutelkasten
Geplante Aktivitäten: Besichtigung/Führung, Bewirtung, Marionetten/Puppentheater,Brotbäcker, Mühlengeist Muki für Kinder
 

2. Die Preiskermühle

Standort: in Semmelsberg, unweit von Meißen, am Ufer der "Kleinen Triebisch" bevor sie in die "Große Triebisch" mündet
Beschreibung: 1548 wird die Mühle erstmalig als „Neue erbaute mulen“ im Lehnsbrief des Magnus von Bernstein vom Rittergut Polenz durch Kurfürst Moritz erwähnt.Im Jahre 1551 wird der Ort Semmelsberg, in dem sich die Mühle befindet zum ersten mal mit „Dye Leute yhm Semels Grunde“ erwähnt. Ein direkter Bezug zu Mehlmühlen kann hergestellt werden, da „semel“ in damaliger Zeit feines Weizenmehl´ bedeutete. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass der Ort Semmelsberg seinen Namen von den hiesigen Mühlen (ehem. Niedermühle) heutige Grundmühle und Preiskermühle (ehem. Obermühle, bzw. Thomas v. Bernsteinsmühle) bekam.1588 wird das Rittergut Polenz in Nieder- und Oberpolenz geteilt. Thomas v. Bernstein erbte mit dem Niederpolenzer Rittergut die heutige Preiskermühle. In der ersten Karte der Gegend von Matthias Oeder aus dem Jahr 1589 (sog. Ur-Oeder) ist sie als Thomas v. Bernsteinsmülle eingetragen.Nach vielen verschiedenen Besitzern des Rittergutes Niederpolenz wird im Jahr 1723 die Mühle an Hans Freymann für 350 Gulden verkauft. Dieses Datum ist auch im Schwellbalken des Hauptgebäudes verewigt.Die Familie Frey(mann) besitzt die Mühle bis ins Jahr 1789. In diesem Jahr kauft Johann Gottlob Preusker (Preisker) aus Sachsdorf die Mühle für 2000 Gulden. Johanne Rosine Preisker kauft im Jahr 1843 kaufte den Reihenschank von der Gemeinde Semmelsberg und erwarb somit das Recht eine Schankwirtschaft zu betreiben.1889 wird die Müllerei aufgegeben und das Hauptgeschäft als Ausflugslokal ausgebaut. 1922 wird das Oberschlächtige Rad auf eine Francisturbine (Typ LNO III der Meissner Firma Schindler & Grünewald) mit einem Nutzgefälle von 6 m und einem Durchlass von max. 120 l/sec. umgestellt.1985 Einstellung des Gaststättenbetriebes, von 1998 bis 2003 Leerstand und Verwahrlosung. Ab 2003 neue Besitzer Fam. Flade, Stopp des Verfalls, seit 2004 wieder bewohnt, Umnutzung des eingefallenen Saalanbaus in Werkstatt für Möbelrestaurierung. 2006 Beginn der denkmalgerechten Sanierung des Seitengebäudes.
Geplante Aktivitäten: Offener Hof und Lindengarten, Ausschank und Imbiss, Gondelteich, handgemachte Musik, Information zur Mühlenhistorie, Schauhandwerken.Diesjähriger Höhepunkt: Hofmusik mit Maria Perlt – Gesang (Staatsoperette Dresden) und Prof. Ulrike Siedel – Piano (Hochschule f. Musik Dresden) 
 

3. Die Hummelmühle

Standort: Hummelmühle 25,01731 KreischaDie Mühle liegt im Lockwitztal an der Straße von Lockwitz nach Kreischa süd-östlich von Dresden
Beschreibung: Die Hummelmühle, im idyllischen Lockwitztal gelegen, wurde erstmals in der Urkunde Röhrsdorf 1694 erwähnt. Sie arbeitete als Getreidemühle und Bäckerei bis 1986/1990. Initiiert durch den 2002 gegründeten Mühlenverein und gefördert durch die Agentur für Arbeit wurde 2003 die Mühle aufwendig und liebevoll rekonstruiert und steht heute als Museum allen Besuchern offen.Komplett erhaltene Mühleneinrichtung, die 2003 / 2004 fachgerecht saniert wurde. Alle vorhandenen Maschinen wurden wieder funktionstüchtig hergestellt. Der Antrieb erfolgt zentral über Transmissionsriemen (Elektromotor) - die Wasserkraft ist nicht mehr vorhanden.
Geplante Aktivitäten: geöffnet von 10.00 - 16.00 UhrMühle läuft in dieser Zeit - aller Stunden werden fachgerechte Führungen angeboten.
 

4. Bockswindmühle Ebersbach

Standort: 01561 Ebersbach/Großenhain 30 km bis Dresden, 10 km bis Moritzburg
Beschreibung: Chronik der Bockwindmühle Ebersbach siehe Homepage
Geplante Aktivitäten: siehe Homepage,Kinderbelustigungen, Bewirtung durch Verein, Ausstellung Alttechnik, Mühlenführungen, Holzbackofen

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