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DIETER GOLTZSCHE - ZAUBERREICH – Galerie Kunstausstellung Kühl | Alle Veranstaltungen

 

Die Galerie Kunstausstellung Kühl offeriert zeitgleich eine verbindende Werkschau dreier Künstler: Dieter Goltzsche, Max und Wilhelm Lachnit. Bereits als Student der Dresdner HfBK sah sich Goltzsche Werke der Brüder Lachnit in den Ausstellungsräumen der Kunstausstellung Kühl an. Jahre später erwarb er hier eine Arbeit Wilhelm Lachnits.
Dieter Goltzsches ausschließliches Medium ist das Papier. Hier bewegt er sich zeichnend und malend zwischen Gegenständlichem und Abstraktem, verwebt Erlebtes, Empfundenes und Visionäres. Der 1934 in Dresden geborene Künstler studierte von 1952 bis 1957 an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste bei den Professoren Hans Theo Richter und Max Schwimmer. Richter, selbst Dix-Schüler, vermittelte das räumliches Erfassen einer Figur, Schwimmer provozierte zu Leichtigkeit und Improvisation beim Zeichnen, empfahl den Studenten, der eigenen Neigung nachzugehen und regte sie an, sich mit Literatur auseinanderzusetzen. Schwimmer war es auch, der den überdurchschnittlich begabten Goltzsche 1958 als seinen einzigen Meisterschüler mit an die Deutsche Akademie der Künste nach Berlin nahm. Fortan lebte Goltzsche in Berlin. Von 1980 an war er selbst Dozent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und wurde dort 1992 zum Professo r für Malerei und Grafik berufen.
Die Verbindung zu seiner Heimatstadt und zur Kunstausstellung Kühl bestand weiter: 1965 stellte sie hier erstmals seine Werke vor, 1993 folgte den kontinuierlichen Beteiligungen eine erste Einzelpräsentation. An diese Tradition anknüpfend, ist es der Galerie Kühl heute eine besondere Freude, mit einem Ausschnitt seines künstlerischen Werkes zu verdeutlichen, wie die aufgenommenen Anregungen, insbesondere auch von Wilhelm Lachnit, zur Ausformung der eigenständigen Künstlerpersönlichkeit Dieter Goltzsches beigetragen haben.
Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die frühen Aquarelle - die sich dem beobachtenden Zeichenstift der 1950er und -60er Jahre anschließen - sowie Temperaarbeiten der 70er Jahre. Des Weiteren sind ausgewählte Papierarbeiten der 1980er und -90er Jahre und zwei Landschaftsaquarelle von 2015 und einige ergänzende Grafiken zu sehen.
Roland März schrieb 1993 über Dieter Goltzsche: „Schwelgen in der Arabeske von Farbe und Form. Von daher Übergänge zur Substanz der Farben, das Zudecken der Flächen durch die trockene Gouache und Tempera. Rhythmisierte Flächenpläne werden gleich Jalousien aufgezogen, Schwarz kühlt Blau, und Gelb auf Violett gesetzt, „um zu bauen“, Lachnits Erbe. Fortschreiten vom impressiv Verwobenen zum akkordischen Klang, aus der Festigkeit der Dinge.“

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