Film |

Digitale Nomaden - Deutschland zieht aus – Programmkino Ost (PKO) | Alle Veranstaltungen

 

Digitale Nomaden sind ortsunabhängig lebende Freigeister, die ihre Arbeit an jedem Ort der Welt ausüben können. Die erste deutschsprachige Doku zu diesem Thema nimmt den Zuschauer mit auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch eine neuartige Lebens- und Arbeitswelt. In Gesprächen mit fünf etablierten digitalen Nomaden versucht Protagonist Thorsten Kolsch für sich selbst herauszufinden, ob diese Art zu Leben auch für ihn selber denkbar ist.

Thorsten Kolsch zieht alle paar Jahre mal um – für ihn ist eine Wohnung kein Lebensraum, sondern eher die temporäre und widerrufbare Entscheidung für einen Kiez, den er gerade spannend findet. Als seine beste Freundin auf Weltreise geht, entscheidet er sich dazu, ihren Kiez mal auszuprobieren. Er lagert seine Möbel ein und zieht nach Hamburg-Blankenese. Für ein Jahr. Danach muss er wieder raus. Er zweifelt, ob er sich überhaupt noch einmal niederlassen möchte und beginnt, nach Alternativen zu recherchieren. Er findet zahlreiche Blogs von reisenden Freiberuflern mit ortsunabhängigem Einkommen – „Digitale Nomaden“ nennen sie sich. Er trifft einige von ihnen in ihrer „Sommerresidenz“ Berlin und findet heraus, wie sie zu ihrer Freiheit gekommen sind, was sie antreibt und ob sie vielleicht auch manchmal heimatliche Geborgenheit, Arbeitskollegen oder die finanzielle Sicherheit einer Festanstellung vermissen. Er erforscht die Lebenswelt einer Bewegung von Freigeistern, die erst durch den technologischen Fortschritt und die Veränderung unseres Kommunikationsverhaltens in den letzten Jahren möglich wurde. Am Ende geht er seinen eigenen Weg – und muss seiner Familie und seinen Freunden beichten, dass sie ihn in Zukunft nicht „einfach mal zuhause“ besuchen werden können...

quelle pko