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Don Carlos – Staatsschauspiel Dresden - Großes Haus | Alle Veranstaltungen

 

Don Carlos

Oh, der Einfall war kindisch, aber göttlich schön!


In Schillers „Don Carlos“ geraten Vater und Sohn, Mann und Frau, Sohn und Mutter, Freund und Freund aneinander, durcheinander – verstrickt in ein ­Geflecht aus Politischem, Familiärem, Idealistischem und Egoistischem. Don Carlos’ Drama: Er liebt seine Stiefmutter, die einst seine Braut war, jetzt seines Vaters Frau ist. Das Drama des Vaters, Philipp II.: In seiner Allmacht ist er allein. Die ihn beraten, könnten ihn verraten, die ihn lieben, könnten ihn betrügen. Der König braucht dringend „einen Menschen“ und glaubt, ihn im Marquis Posa zu finden. Posas Drama: Er „kann nicht Fürstendiener sein“. Don Carlos’ bester Freund vertritt eine höhere Idee, die Idee von Freiheit und Gleichheit. Aber auch Eitelkeit, Ehrgeiz und Stolz sind ihm nicht fremd. Er ist es, der eine aufwändige Intrige inszeniert, an deren Ende der Idee der Freiheit zum Sieg ­verholfen werden soll. Stattdessen jedoch kostet sie ihn und Carlos das Leben.

Regie führt Roger Vontobel

Quelle: Staatsschauspiel Dresden