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Ein Glück, dass Du da bist - und nicht hier! Gastspiel der Vereinigten Freien Bühnen Jütland – Theaterkahn - Dresdner Brettl | Alle Veranstaltungen

 

Ein Glück, dass Du da bist - und nicht hier.   
Ein heiteres Beziehungsdrama für Sie, Ihn und ein Telefon von Schowi Nist

mit Rosalinde Pumps und Norbert Leisetreter

ER sitzt gemütlich auf dem Sofa, als SIE, eine attraktive Blondine, Anfang 40 und offensichtlich seine Freundin, die Bühne betritt. Er freut sich überschwänglich sie zu sehen, nicht ahnend, dass SIE ihn eines Tages noch heiraten wird. (Es soll hier aber noch nicht zu viel verraten werden.)


SIE        Schatz, Du wirst es nicht glauben, wo ich heute war. 
ER         Ach.
SIE        Ich komme aus dem Schuhladen, Du weißt schon,
             der tolle Neue an der Ecke Parkallee.
ER         Ach.
SIE        Schau, was es für tolle Schuhe gegeben hat.

SIE präsentiert stolz ihre neu erworbenen Schuhe, er täuscht ehrliche Bewunderung vor.

ER         Ach.
SIE        Von diesem einmaligen Glückskauf muss ich gleich all
             meinen Freundinnen berichten.

SIE greift zum Telefon und jetzt beginnt der Abend richtig interessant zu werden.

Da das Stück bereits 2003 entstanden ist, nimmt sie zum Telefonieren ein Telefon, das weder ein Touchscreen-Display noch irgendwelche Apps hat, zum Telefonieren aber wohl geeignet ist. 
Schon dieser Umstand macht es jüngeren Zuschauern möglicherweise unmöglich, dem Stück zu folgen. 
Das auf der Bühne befindliche Telefon würde von ihnen gar nicht erst als solches erkannt werden. Es steht (!) völlig selbstständig auf einem kleinen dreibeinigen Tischchen. Hörer und Tastatur sind gänzlich voneinander getrennt und nur durch eine lustig geringelte Schnur verbunden.
Schon bald stellt sich heraus, dass - damals wie heute - alle sechs Frauen gerade etwas Neues gekauft haben. Und auch damals schon sollten und wollten alle sechs sofort wissen, was die anderen erworben hatten.
Nur ging das seinerzeit noch nicht mit einem einzigen Eintrag in eine soziale Internetplattform.

Also mussten alle Freundinnen unzählige, endlos lange Telefonate führen, um alle anderen auf den gleichen neuesten Stand zu bringen. Absoluter Wahnsinn, in einer Zeit, wo auch noch kein Mensch das Wort "Flatrate" und deren Bedeutung kannte.
Deshalb hatten diese sechs Frauen ihr Telefonverhalten perfekt optimiert, um die Anzahl der notwendigen Telefonate auf ein Minimum zu reduzieren.

Wie viele Telefonate sind trotzdem noch insgesamt mindestens notwendig, damit jede über den Einkauf aller anderen Bescheid weiß?

Diese Frage können Sie gegen Ende des Stückes selbst beantworten, aber solange sollten Sie nicht warten, um dies als Lösung der 5. DREWAG-Rallye-Aufgabe einzugeben.

Viel Spaß!

Quelle: Theaterkahn Dresden