• Startseite
  • Veranstaltung
  • Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream)
Kultur
Kalender
Dresden
und
Umgebung
19 Donnerstag
Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So.
26 27 28 29 30 31 01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 01 02 03 04 05
Oper |

Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream) – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

Oper in 3 Akten von Benjamin Britten | Musikalische Leitung: Prof. Franz Brochhagen | Inszenierung: Prof. Dr. Barbara Beyer | 

„Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, Puck treibt Unfug und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel – Willkommen im Sommernachtstraum!“

Diese viel zitierte, karikierende Zusammenfassung macht eines überdeutlich: Shakespeares romantische Komödie sprüht geradezu vor Witz und Charme. Allein schon aus diesem Grund ist sie ein gerne verwandtes Sujet und ist eines seiner populärsten Stücke. Dabei wird allerdings häufig übersehen, dass Shakespeare in den verschiedenen Handlungen und Ebenen dieser märchenhaften Liebesgeschichte sehr geschickt eine literarische Kritik der patriarchalen Ehe und der damaligen Herrschaftsverhältnisse eingewoben hat. 
Mit seiner Adaption dieses gehaltvollen Stoffs begibt sich Benjamin Britten in die gute Gesellschaft von Henry Purcell und Carl Maria von Weber, die mit „Fairy Queen“ und „Oberon“ ebenfalls Kompositionen zum Text von Shakespeare verfasst haben. Das Libretto wurde von Britten sowie seinem Lebensgefährten, dem Tenor Peter Pears, nahe am Original erstellt und zu einer Oper in drei Akten geformt. In seiner Komposition verleiht Britten den unterschiedlichen Handlungsebenen durch eine differenzierte Klangsprache und Orchestrierung Gestalt. So wird die Feenwelt durch die hellen, perkussiven Klänge von Harfe, Klavier und Schlagwerk charakterisiert; der warme Klang der Streicher und der hohen Holzblasinstrumente wird für die Ebene der Liebespaare und die tiefen Holzbläser sowie das Blech für die Ebene der Handwerker eingesetzt.
Die Uraufführung fand am 11. Juni 1960 zur Wiedereröffnung der aufwendig restaurierten Jubilee Hall in Adleburgh statt. Britten erntete mit seiner Oper gleichermaßen viel Kritik und Lob. Der Komponist, Opernintendant und Zeitgenosse Brittens, Rolf Liebermann, bringt es auf den Punkt, wenn er im Bewusstsein dieser Ambivalenz sagt: „Britten ging seinen Weg geradeaus, ohne je abzuweichen oder Kompromisse zu schließen. Ich halte sein einfaches, verständliches, aber sehr persönliches Werk für das eines großen Komponisten von unbestechlicher Redlichkeit.“

quelle staatsschauspiel dresden