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Festliches Eröffnungskonzert – Schloss Proschwitz | Alle Veranstaltungen

 
Daniel Bäz, Fagott
Philharmonisches Kammerorchester Dresden
Leitung: Wolfgang Hentrich
 

Programm:
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichersinfonie Nr. 10 h-Moll
Robert Fuchs: Streicherserenade Nr. 3 e-Moll op. 21
Antonio Vivaldi: Konzert für Fagott und Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento B-Dur KV 137
Mieczys³aw Kar³owicz: Serenade für Streichorchester op. 2

Bis ins 16. Jahrhundert hinein war Proschwitz bischöfl iches Tafelgut. Nach der Reformation wird der bischöfliche Besitz in ein Rittergut umgewandelt, bevor Dorothea Magdalena Gräfin von Beichlingen, geborene von Miltitz, 1732 das Gut erwirbt und zu einem barocken Schloss ausbaut, bestehend aus Hauptflügel, Eingangsportal sowie einem nördlichen Seitenflügel. Letzterer wird 1882 nach Westen als Wohnflügel verlängert. Dadurch entsteht unter einem Mansardwalmdach ein in der Schlossarchitektur eher ungewöhnlicher T-förmiger Grundriss. 1859 erbt die einflussreiche Familie von Carlowitz Schloss Proschwitz. Durch die Heirat Friedrikes Freiin von Carlowitz mit Clemens Graf zur Lippe-Weißenfeld geht die Schlossanlage in den Familienbesitz derer zur Lippe über, welcher 1916 der Prinzentitel verliehen wird. Clemens zur Lippe lässt das Schloss zwischen 1913 und 1914 im heute sichtbaren neubarocken Stil durch das Architekturbüro Lossow & Kühne aus Dresden umbauen. Mit der 1945 einsetzenden Enteignung wird das Schloss zunächst als TBC-Heilstätte genutzt, ab 1979 dient es als Förderschule. 1990 kehrt Dr. Georg Prinz zur Lippe-Weißenfeld, Sohn des letzten Schlossbesitzers, in seine einstige Heimat zurück, gründet das Weingut in Zadel und erwirbt 1997 auch das Schloss zurück. Daraufhin wird es aufwendig restauriert.

Daniel Bäz wurde 1982 in Dresden geboren. Von 1989 bis 1995 erhielt er Klavierunterricht an der damaligen Landesmusikschule Dresden. 1995 wurde er an die Sächsische Spezialschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden aufgenommen und begann, Fagott zu spielen, unterrichtet von Prof. Mario Hendel. Ab 1997 Mitwirkung in verschiedenen Kammermusikensembles und Jugendorchestern. In den Jahren 2000 und 2003 wurde Daniel Bäz erster Bundespreisträger im Rahmen der Wettbewerbe »Jugend musiziert« im Fach Fagott Solo. Er nahm an Meister– und Kammermusikkursen mit den Professoren Milan Turkovic, Eberhardt Marshall, Georg Klütsch sowie Sir Colin Davis teil, studierte von 2003 bis 2008 in Dresden bei Prof. Mario Hendel und setzt seine künstlerische Ausbildung seit 2009 im Rahmen eines Masterstudiums an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Georg Klütsch fort. Bäz war ab Sommer 2003 bis 2007 als Substitut der Dresdner Philharmonie und von 2005 bis 2007 in gleicher Position an der Sächsischen Staatskapelle Dresden tätig. Von Beginn der Spielzeit 2005/2006 bis 2008 war er an der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz in der Position des stellvertretenden Solo-Fagottisten angestellt, seit März 2008 ist er bei der Dresdner Philharmonie als Solo-Fagottist engagiert. Neben seiner Tätigkeit im Orchester sowie auf solistischem Gebiet liegt Daniel Bäz die Ausübung von Kammermusik sehr am Herzen. So ist er Gründungsmitglied des Bläserquintett »Ménage à cinq«, einem Ensemble, mit dem er in 2007 nach erfolgreicher Teilnahme am deutschen Musikwettbewerb Stipendiat des Deutschen Musikrates und Teilnehmer der »52. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler« wurde.

Quelle: Börse Coswig