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„Fremde in der Stadt“

In diesen Tagen und wohl noch auf lange Sicht ist das große bedrängende Thema unseres Landes und unserer Stadt der Umgang mit den Asylsuchenden einer scheinbar aus den Fugen geratenen Welt. Es ist als politisch-organisatorisches und zwischenmenschliches Thema hoch komplex und in seiner unerwarteten Emotionalisierung (s. Freital und Heidenau) oft Angst erregend.
Umso wichtiger ist (auch) ein ruhiger historischer Blick auf das Thema. „Fremde in der Stadt“ ist das aktuelle Herbstkolloquium des Dresdner Geschichtsvereins überschrieben. Es soll erinnern an Flüchtlinge der Vergangenheit: wie verhielt es sich mit den böhmischen Exilanten im Dreißigjährigen Krieg und wie gelang ihre Integration in Sachsen; wie dagegen war es mit den Vertriebenen nach 1945 und ihrer konfliktreichen Zwangsunterbringung. Und wie – lässt sich übergreifend fragen – ist Verlust von Heimat, sei er politisch, religiös oder wirtschaftlich begründet, denn überhaupt zu „bewältigen“.
Quelle. Stadtmuseum Dresden