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FRIEDE ANNO 48 – Militärhistorisches Museum | Alle Veranstaltungen

 

FRIEDE ANNO 48

Friedenssehnsucht, Trauer und Zuversicht in Werken von
Heinrich Schütz, Maurice Ravel und Karl Amadeus Hartmann
Sarah Maria Sun, Sopran
Miao Huang, Klavier
Michael Käppler, Orgel
Dresdner Kammerchor
Musikalische Leitung: Olaf Katzer
 
Vor genau 100 Jahren zeigte sich Politik von ihrer dunkelsten Seite: Machtstreben, Hass und nicht selten auch naive Abenteuerlust führten zu einem Krieg, der wie ein Flächenbrand ganz Europa erfasste. Später wird dieses massenhafte Morden als Erster Weltkrieg bezeichnet werden. Aber haben wir es nicht vielmehr mit einem zweiten Dreißigjährigen Krieg zu tun, der erst 1945 endete? In jedem Fall begriffen nicht wenige Künstler der 1930er- Jahre die Verheerungen des 17. Jahrhunderts als Spiegel ihrer eigenen Zeit.
Karl Amadeus Hartmann schuf mit seiner Kantate Friede anno 48 nach Versen von Andreas Gryphius eine aufwühlende Anti-Kriegsmusik. Und er lässt eine Sehnsucht aufscheinen, die auch Schütz‘ „Beitrag zum Friedensjahr 1648“, seine Geistliche Chor-Music, durchzieht. Zwischen diesen außergewöhnlichen Nachklängen zweier Kriege erklingt Maurice Ravels ergreifendes Klavierwerk Le tombeau de Couperin: In den Jahren 1914 bis 1917 schuf er, wie ein Chronist des Todes, sechs Sätze, die sechs im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden und Freunden gewidmet sind.