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Fuck Art, Let's Dance! – Scheune Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Fuck Art, Let's Dance!

Hamburg ist geplatzt. Wer 2013 einen Blick in die Zeitung geworfen hat, wird es wissen. Geplatzt. Und zwar nach innen, mal wieder implodiert, sozusagen. Wohin hätte der Druck auch entweichen sollen, viel zu gedrungen ist die Stadt. Viel zu gewöhnt auch daran, mit der Enge umzugehen. Es ist kein Wunder, dass die relevanteste Popmusik des Landes aus dieser Stadt kommt. Und damit seien nicht die Altvorderen gemeint, nicht Tocotronic, Die Goldenen Zitronen und Blumfeld. Mit denen verbindet FUCK ART, LET'S DANCE! wenig. Einzig der für Hamburg scheinbar charakteristische Zug von Melancholie wäre zu nennen, dem FUCK ART, LET'S DANCE! seit ihrer Gründung 2009 ein überfälliges Update verpassen. Und der Live plötzlich keine bedeutende Rolle mehr spielt, weil es eben doch darum geht, sich euphorisch dem Moment hinzugeben – selber ein bisschen zu platzen, vielleicht. Es geht um die Entäußerung, das Leben im Augenblick – dass FUCK ART, LET'S DANCE! schon im Vorfeld ihrer ersten physischen Veröffentlichung 200 Konzerte spielen konnten oder wollten – ja, sogar: mussten –, ist auf die Live-Qualitäten der Band zurückzuführen. Die sprachen sich nämlich schnell herum. Man redete über diese neue Band, deren Auftritte mit Clubabenden mehr gemein hatten als mit Konzerten und fragte sich, zu Recht übrigens, welche andere deutsche Band es wagt, spontan auf der Bühne zu improvisieren. Außerdem: Welche andere deutsche Band misst der Tanzbarkeit ihrer Performance einen solchen Stellenwert bei? Für FUCK ART, LET'S DANCE! ist es selbstverständlich, Songs für die Live-Situation zu übersetzen. Damit es funktioniert mit der Entäußerung – ein Prinzip, das eher in der elektronischen Musik gepflegt wird, denn im Bereich des „jerky 2- bit dance pop for indie geeks with colourful knit-wear", wie der britische New Musical Express FUCK ART, LET'S DANCE! Musik einmal beschrieb. Nachdem die Band bereits in ihren Anfangstagen Supportshows für Künstler wie Who Made Who, We Have Band und FM Belfast gespielt hatte, machte sie sich auch international schnell einen Namen. In den vergangenen Jahren spielten FUCK ART, LET'S DANCE! hunderte Konzerte.Überall in Europa. Und weil man sich inzwischen auch jenseits des Atlantiks über den zwischen Hochstimmung und Schwermut oszillierenden Sound von FUCK ART, LET'S DANCE! unterhielt, wurde die Band kurzerhand eingeladen, im Rahmen des SXSW-Festivals in Austin und New York zu spielen.