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Gäste: Andreas Zöllner – Februarlieder Wintertagebuch 2016 – verlesen, verdichtet, vertont – St. Pauli Ruine | Alle Veranstaltungen

 

Andreas Zöllner – Februarlieder 
Wintertagebuch 2016 – verlesen, verdichtet, vertont 

Das neue Soloprogramm mit eigenen Liedern, verfeinert durch Geschichten und Spekulationen über die Welt, den Menschen und all das, gewürzt durch einige Lieder aus fernen Ländern, die mich nicht loslassen.

Hallo, kennen Sie Janus? - Ja klar, Tigerente, Panama und „Wir lernen hier aus diesem Mist, dass hinten nicht gleich vorne ist“. - Nein, ich meine nicht Janosch, ich meine Janus, bei dem hinten wie vorne ist, der mit seinen zwei Gesichtern nach vorn und hinten schaut, also in die Zukunft und in die Vergangenheit. 
Obwohl Yunus, der türkische Sufi, widerum sagt, man solle weder nach vorn noch nach hinten schauen sondern ganz im hier und jetzt sein und, wenn überhaupt schauen, dann nach innen. 
Und damit hat er recht. 
Und Janus hat auch recht. Darum gehts. Darum steht Janus mit seinen zwei Gesichtern, vor- und zurückschauend am Jahresanfang und gibt dem Januar seinen Namen und wenn wir dann noch den alten etruskischen Gott der Reinigung, den Februus zu Hilfe holen, ist klar, was in dieser kalten und klaren Zeit zu tun ist: In sich gehen, in die Stille, in die Tiefe. Das Alte hinausfegen, Platz machen für Neues. 
Dann allerdings kann es passieren, man bekommt das Tiefenfieber. Das ist so was ähnliches wie ein Höhenkoller, man fängt an, Erscheinungen zu haben, Gedichte zu schreiben oder auf andere Weise zu phantasieren. Und unter Umständen entstehen dann solche Konzertprogramme.

Quelle: St. Pauli Ruine