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Galant und empfindsam - Musik aus Schloss Sanssouci – Schloss Reinhardtsgrimma | Alle Veranstaltungen

 

Ausführende:
Angelika Fritzsching (Chemnitz), Flauto traverso
Juliane Gilbert (Dresden), Barockcello
Holger Gehring (Dresden), Cembalo

 

Auf dem Programm steht barocke Kammermusik, die einst für den preußischen Königshof zu Zeiten Friedrichs des Großen entstanden ist. Unter dem Motto „Sanssouci – ohne Sorge“ des berühmten Preußenkönigs werden die Konzertbesucher in die höfische Welt seines grazilen Lieblingsschlosses in Potsdam entführt, in dem einst die Musik erstmals erklang. Mit der Musikpflege am königlichen Hof sind außer dem komponierenden und Flöte spielenden König Friedrich vor allem auch die Namen von Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Joachim Quantz verbunden. Quantz ist sowohl als virtuoser Flötist wie auch als Flötenlehrer des Königs bekannt. Von ihm erklingt eine große Flötenfantasie. Carl Philipp Emanuel Bach war als Cembalist am preußischen Königshof tätig. Von ihm werden nicht nur für den König komponierte Flötensonaten, sondern auch Werke aus den „Preußischen Sonaten“, die seiner Majestät gewidmet sind, zu hören sein. Diese repräsentieren die ausdrucksstarke Zeit der Empfindsamkeit in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ebenfalls im grazilen Rokokostil gehalten ist die große Sonate des damaligen Zeitgenossen Johann Gottlieb Graun. Mit einer Cellosuite von Johann Sebastian Bach wird an dessen denkwürdigen Auftritt vor Friedrich dem Großen in Schloss Sanssouci gedacht.
 
Die Musiker spielen auf historischen Instrumenten mit barocker Aufführungspraxis im stilistisch passenden Ambiente des spätbarocken Reinhardtsgrimmaer Schlosses. Das im Rahmen des Schlosskonzertes erklingende Cembalo ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Es besitzt nahezu die Ausmaße eines Konzertflügels und hat einen außergewöhnlichen tiefen Tonumfang, wodurch eine besondere Klangfülle erreicht wird. Das Instrument wurde 2007 vom Hamburger Cembalobauer Matthias Kramer (nach dem stilistischem Vorbild des von der berühmten sächsischen Instrumentenmacher- und Musikerfamilie Gräbner für den sächsischen Hof erbauten Cembalos) nachgebaut. Das Original ist einst von Johann Adolph Hasse für seine Opernaufführungen genutzt worden. Kramer gilt weltweit als Spezialist vor allem für den Nachbau deutscher Cembali. Seine Instrumente zieren nicht nur viele Hauptkirchen Deutschlands, sie werden auch von den führenden Hochschulen im In- und Ausland besonders geschätzt und von international renommierten Cembalisten bevorzugt gespielt.
 

quelle: schloss reinhardtsgrimma