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Gérard Philipe in: Die Kartause von Parma – Technische Sammlungen der Stadt Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Gérard Philipe in: Die Kartause von Parma


1. Teil: 85 Min, 2. Teil: 90 Min (mit  Pause zwischen dem 1. und 2. Teil)
Frankreich/Italien 1948
R: Christian-Jaque
D: Gérard Philipe, Renée Faure, Maria Casares

Er war der größte Star des europäischen Kinos der 1950er Jahre. Als Gérard Philipe am 25. November 1959 mit nicht einmal 37 Jahren starb, wurden in Frankreich Kinovorstellungen unterbrochen. Kaum ein anderer Schauspieler erreichte solch eine Popularität und Ausstrahlung. Ob als romantischer Held, als charmanter Verführer, als melancholischer Verlierer. Kein Wunder: Gérard Philipe sah nicht nur blendend auch, er war auch immer ein faszinierender grandioser Charakterschauspieler. Erfolg war ihm seit Beginn seiner Schauspielkarriere beschieden: im Theater in Paris, wo er viele klassische Rollen verkörperte, auf Festivals in Avignon und auf Tourneen und im Film. Er feierte Triumphe in Filmen von Christian-Jaque, René Clair und René Clement. Er war Fanfan, der Husar, der zerrissene Maler Modigliani in „Montparnasse 19“, Fürst Myschkin in der Dostojewski-Verfilmung „Der Idiot“, der hübsche junge Gymnasiast in „Teufel im Leib“ und auch Till Eulenspiegel bei der DEFA. Und er war ein politischer Mensch. Gérard Philipe kämpfte im August 1944 in der Résistance für die Befreiung von Paris, nahm am Stockholmer Appell gegen Nuklearbewaffnung teil, hegte eine große Vorliebe für den russischen Film. Lange Jahre, bis zu seinem frühen Tod, übte er die Funktion des Präsidenten der französischen Schauspielergewerkschaft aus.
In der Stendhal-Verfilmung „Die Kartause von Parma“ aus dem Jahr 1947 sehen wir ihn in der Rolle des unglücklichen Fabrice, der zu 20 Jahren Kerkerhaft verurteilt wird und sich in die schöne Tochter des Festungskommandanten verliebt. Freuen Sie sich auf diese Begegnung mit einem begnadeten Schauspieler, der doch das Gegenteil kraftstrotzender Männlichkeit ausdrückt, dessen Charme zwischen Heiterkeit und Melancholie pendelt, der uns ewig jung in Erinnerung bleiben wird.

Quelle: tsd.de