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Geschichte und Geschichten um den schönsten Barockgarten Sachsens – Barockgarten Großsedlitz Heidenau | Alle Veranstaltungen

 

Nach 1710 beabsichtigte Friedrich August der Starke, in einem „Ring“ von Schlössern und Gärten im Umkreis der sächsischen Residenz, jedem dieser Schlösser und Gärten eine bestimmte Festfunktion zuzuordnen. In der Reihe von Zwinger, Moritzburg, Pillnitz und Großem Garten bot Großsedlitz den Rahmen für das Fest des „Polnischen Weißen Adlerordens“, dessen Höhepunkt das große Preisschießen bildete. 1705 führte August der Starke den Weißen Adlerorden ein. Er wurde Hochgeborenen für hervorragende Verdienste um Staat und Thron verliehen. Zwischen 1727 und 1756 wurde dieses Fest in Großsedlitz zwölfmal gefeiert.

Die klassische Raumgliederung des Versailler Gartens mit Schloss, Terrasse, Parterre, Boskett und Jagdpark wird auf den Barockgarten Großsedlitz in seiner Vollständigkeit nicht übertragen. Hier wurde eine ursprünglich für das Orangeriegebäude konzipierte Nebenachse zur Hauptsymmetrieachse des Gartens. Die kunstvolle Verwendung der sehr stark terrassierten, zierlich-kleinteiligen Anlage in Großsedlitz lässt Parallelen zu italienischen Gärten erkennen. Sie ist ein Beispiel der Landschafts- und Naturverbundenheit des Augusteischen Barock. Der Garten wurde vermutlich durch seine Lage abseits der Stadt Dresden, nicht durch spätere Kunststile überformt und ist heute als einer der bedeutenden Barockgärten des 18. Jahrhunderts in Deutschland erhalten.

quelle: barockgarten großsedlitz