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„Gestatten, Kästner“ Spiegelungen, Widersprüche, Doppelgänger – Motorenhalle Kultur Forum - Projektzentrum für zeitgenössische Kunst (Riesa Efau) | Alle Veranstaltungen

 

Eine Ausstellung des Literaturhauses München, durch riesa efau ergänzt um Werke heutiger Kunst

Eröffnung: 10. März um 20 Uhr
Ausstellung vom 11. März bis 10. Juli 2016


Erich Kästner, der berühmte Sohn Dresdens, ist Gast in der Motorenhalle und zeigt sein Spiel mit Identitäten, bewussten und erzwungenen Rollenwechseln sowie sein Alter Ego in den großen Publikumserfolgen wie „Fabian“, „Emil und die Detektive“ oder „Das doppelte Lottchen“. Die große Ausstellung „Gestatten, Kästner“, konzipiert vom Literaturhaus München und vormals dort gezeigt, gründet sich auf Kästners nun vollständig in Marbach erschlossenen Nachlass, auf neue Erkenntnisse und präsentiert seine existenziellen biografischen Stationen in einer medial inszenierten Metropole mit filmischen Großprojektionen, Fotos, bisher unveröffentlichten Manuskripten und weitgehend unbekannten Fragmenten. Sie rückt den Autor stärker in den Kontext der Moderne, zeigt ihn zerrissener in den historischen Wogen, als bisher vermutet, als multimedial agierenden Erfolgsautor, der sich den politischen und gesellschaftlichen Unsicherheiten schreibend zu stellen und täuschend im Wechsel seiner Identitäten den Spagat zwischen künstlerischer Selbstbehauptung und Anpassung vermochte. Der „Wechsel im Dazwischen“, im Raum zwischen dem Ich und einem Anderen, sei es das klassische Spiegelbild selbst oder die reale Verwandlung, lösen stets aufs Neue die Frage nach der Präsenz der Person, ihre Positionierung in der Gesellschaft aus. Mit künstlerischen Beiträgen aus der Jetztzeit schafft die Ausstellung über den kulturgeschichtlichen Kontext hinaus einen Assoziativraum für und mittels visuelle(r) Konstituierungen von Identitäten. Die Ergänzung in Dresden mit heutigen künstlerischen Werken zu den Themen: „Spiegelungen, Widersprüche, Doppelgänger“ zeigt die Aktualität von Phänomenen, die auch Kästner in Leben und Werk umtrieben und versteht sich als produktive Provokation vor dem Hintergrund offener Brüche und Identitätskrisen der Stadtgesellschaft – gerade und besonders in Dresden.

quelle riesa ev