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Golgi Park: Umundu-Aktionstag – HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste | Alle Veranstaltungen

 

15 Uhr Tanzmanege! Bühne frei! Performance

Die Tanzperformance von und mit Kindern aus Gorbitz greift das diesjährige Umundu Festivalthema Unter uns der Boden spielerisch und tänzerisch auf. Pelle Tillö (Tanzpädagoge und Tanz- und Zirkuskünstler aus Schweden) und Franziska Kusebauch (Tanzpädagogin und Tänzerin aus Deutschland) arbeiten dafür mehrere Tage vor Ort mit den Kindern im Golgi Park, erforschen den Boden, die Räume, Pflanzen und Umgebung. Zur Abschlusspräsentation am 24. Oktober wird der Garten zur Bühne und Tanzmanege, zum Ort der künstlerischen Begegnung und Auseinandersetzung mit Kindern und Jugendlichen aus anderen Teilen Dresdens.

16 Uhr Sprechende Gärten Dokumentarfilm von Teresa Beck und René Reichelt

Überall sind sie zu finden: verwilderte und geordnete, kleine und große Gärten, an Straßenecken, auf alten Brachflächen und nun auch auf den Berliner Dächern. Mit neuem Bewusstsein setzen sich die Bürger für den Wandel ihrer Stadt ein. Sie wollen es grüner haben, ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen und verstärkt in der Gemeinschaft aktiv ihre Stadt mitgestalten. Neben dem sozialen Aspekt spielt oft auch ein politisches Engagement eine Rolle. Diese aktuelle Entwicklung wird im Dokumentarfilm Sprechende Gärten - Die Berliner Urban Gardening Bewegung exemplarisch an sieben verschiedenen Gartenprojekten des Berliner Stadtraums gezeigt, ihre Besonderheit und Vielfältigkeit herausgestellt.

17 Uhr: Workshop Titel: Die heilende Wirkung der Wildkräuter

Najeha Abid, Kurdin aus dem Irak, ist in Bagdad geboren und aufgewachsen. Dort studierte sie Arabisch und Persisch bevor sie 1990 nach Deutschland immigrierte. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins "Internationale-Gärten" in Göttingen, des ersten Interkulturellen Gartens in Deutschland. 2005 wurde ihr in Paris der renommierte Umweltpreis "Trophée Terre de Femmes – Frauen für die Natur" verliehen. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung und ertomis arbeitet Najeha Abid seit 2008 im Arbeitsschwerpunkt „Gesundheit und Ernährung in Interkulturellen Gärten“.

„In den Gärten habe ich mich viel mit Kräutern als alternative Behandlung beschäftigt. So habe ich zum Beispiel eigene Kräutertees oder Salben hergestellt. 2013 habe ich eine Fortbildung zur Physiotherapeutin gemacht und mehr über Wildkräuter gelernt. Damit kann ich mein Wissen von zu Hause in Bagdad mit dem neu angeeigneten Wissen hier in Deutschland verbinden.“

In dem Workshop lernen die TeilnehmerInnen (Wild-)Kräuter kennen, die in vielen Gärten zu finden sind. Inhaltsstoffe werden bestimmt, Techniken, wie man diese Kräuter sammelt, trocknet und aufbewahrt werden weitergegeben und Anwendungsgebiete erklärt. Zudem bereiten die TeilnehmerInnen gemeinsam verschiedene Kräutertees zu.

 
Quelle: Festspielhaus Hellerau