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"Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf" – Stadtarchiv Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Die im letzten Jahr veröffentlichte Publikation widmet sich dem Leben und Wirken des Staatsmannes und Dichters Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänkendorf. Wohl kaum eine Persönlichkeit hat das sächsische Wohlfahrtswesen des 19. Jahrhunderts nachhaltiger geprägt als der am 21. April 1765 in See bei Niesky geborene Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf. Als Spross eines der ältesten und einflussreichsten Oberlausitzer Adelsgeschlechter wirkte er über viele Jahrzehnte in zahlreichen Ämtern, etwa als Oberamtshauptmann, Präsident der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Oberkonsistorialpräsident und sächsischer Konferenzminister. Am deutlichsten waren seine Bemühungen als Vorsitzender der Kommission für die Landes-Straf-und Versorgungsanstalten um die Durchsetzung einer menschenwürdigen Fürsorge für verarmte und psychisch erkrankte Menschen. Sie fand besonderen Ausdruck in der Gründung der Heilstätte Sonnenstein 1811, die innerhalb kurzer Zeit europaweit zum Vorbild für psychiatrische Einrichtungen wurde.

Boris Böhm wird in seinem Vortrag die Biografie von Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänckendorf Revue passieren lassen und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf sein Wirken in Dresden legen. Im Vortrag wird auch auf seinen Sohn Eduard Gottlob eingegangen, der als hoher Staatsbeamter, sächsischer Innenminister und Landtagsabgeordneter ebenfalls bedeutende Leistungen für das Königreich Sachsen vollbracht hat.

Dr. Boris Böhm, Diplomhistoriker, seit 1999 Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Autor zahlreicher Publikationen zur Pirnaer, sächsischen und sächsisch-böhmischen Geschichte, zur Psychiatriegeschichte sowie Herausgeber und Autor der Schriftenreihen „Pirnaer Miniaturen“ und „Sonnenstein. Beiträge zur Geschichte des Sonnensteins und der Sächsischen Schweiz“.

Die Publikation ist an dem Abend erhältlich.

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