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HEUTE ABEND GEHT DIE WELT UNTER: WARUM HABEN DYSTOPIEN KONJUNKTUR? – Deutsches Hygiene-Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

HEUTE ABEND GEHT DIE WELT UNTER: WARUM HABEN DYSTOPIEN KONJUNKTUR?

Vortrag der Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch im Rahmen der Reihe "Heute Abend geht die Welt unter" – zur Konjunktur der Dystopie

In Kooperation mit der Professur für Rechts- und Verfassungstheorie mit interdisziplinären Bezügen der TU Dresden, weiterdenken. Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, dem Thalia-Kino, der AG Kurzfilm und der Filmgalerie phaseIV

Dystopien handeln von anderen Orten, weit weg, ganz anders, in der Zukunft. Sie entwerfen Gesellschaften, Städte, Lebensformen – allerdings als dunkle, problematische, ja katastrophische Visionen. Dystopien sind dabei stets auch Geschichten der Gegenwart: Sie erzählen von den Ängsten, Sorgen und Fehlschlägen unserer eigenen Zeit und treiben diese auf die Spitze, warnen so vor bestimmten Entwicklungstendenzen, kritisieren einerseits das schon heute Absehbare und lenken unseren Blick andererseits über das Hier und Jetzt hinaus.

Als Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltungsreihe Heute Abend geht die Welt unter – zur Konjunktur der Dystopie wird Gertrud Koch anhand filmischer Entwürfe die ästhetischen, medialen und gesellschaftlichen Kontexte und Möglichkeitsbedingungen dieser beschriebenen Konjunktur des Dystopischen analysieren und mit dem Publikum diskutieren.

Gertrud Koch ist Professorin für Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin, Filmkritikerin und Philosophin; zu ihren Publikationen gehören u.a. Herbert Marcuse zur Einführung (Junius 1987), „Was ich erbeute, sind Bilder". Zum Diskurs der Geschlechter im Film (Stroemfeld/Roter Stern Verlag 1988), Siegfried Kracauer zur Einführung (Junius 1996) sowie zahlreiche Aufsätze zur Filmästhetik und Filmtheorie.

quelle dhmd.de