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Schauspiel |

Homohalal von Ibrahim Amir – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

Homohalal

von Ibrahim Amir | Regie: Laura Linnenbaum 

Wir schreiben das Jahr 2037: In Deutschland leben Menschen verschiedener Kulturen in Harmonie zusammen, Rassismus und Islamophobie gehören längst der Vergangenheit an. Dresden ist zum europäischen Vorbild für Toleranz geworden, und die letzten Rechtsradikalen der Stadt versinken in Depression. Eines Tages führt der unerwartete Selbstmord eines Geflüchteten, der vor 20 Jahren in die Stadt kam, ein paar Freunde von damals wieder zusammen. Sie erinnern sich an vergangene Kämpfe und das, was sie in all den Jahren geschaffen haben. Doch schnell bröckelt die Fassade aus Harmonie und Sentimentalität. Alte Wunden brechen auf und unbeantwortete Fragen prallen schonungslos aufeinander. Als schließlich nach und nach ein Verbrechen ans Licht kommt, das sich vor zwanzig Jahren ereignete, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod und um das Recht des Stärkeren.
Das neue, schon im Vorfeld heiß diskutierte Stück des in Syrien geborenen Autors Ibrahim Amir, das in Dresden zur Uraufführung kommt, ist rasant komisch und unbequem, weil es oberflächliche Toleranz und gutgemeinte Missverständnisse mit schwarzem Humor entlarvt. Es ist ein Plädoyer gegen Vereinfachungen und vorgefertigte Weltanschauungen und eine Dystopie, die Mut macht, die Auseinander­setzung mit der Gegenwart zu suchen. 

Quelle:  staatsschauspiel-dresden