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In die Fremde - zwei Kurzfilme zum Thema Flucht – Programmkino Ost (PKO) | Alle Veranstaltungen

 

Anlässlich des Weltflüchtlingstages des UNHCR am 20. Juni 2016 zeigen zwei Dokumentarfilme die Erfahrungen von Geflüchteten in Leipzig und Istanbul, mit ganz individuellen Perspektiven auf das Thema: einerseits wurden sie von Menschen gemacht, die selbst über Erfahrungen mit Flucht verfügen, andererseits thematisieren sie, wie Geflüchtete ihren Alltag organisieren.

Aleppo-Leipzig: kein Weg zurück?

Dok, BRD 2015, Regie: Adnan Ramahi, 17 min
Der jordanisch-deutsche Regisseur Adnan Ramahi begleitet eine syrische Flüchtlingsfamilie in Leipzig. Muna und ihre Töchter berichten über ihre Probleme des Fremdseins, fernab ihrer Heimatstadt Aleppo. Wird es ihnen gelingen in Leipzig heimisch zu werden und die vielen kulturellen Unterschiede zu überwinden? Der Film ALEPPO-LEIPZIG: KEIN WEG ZURÜCK? des jordanisch-deutschen Regisseurs Adnan Ramahi begleitet drei Frauen aus Aleppo, Muna Karnib und ihre beiden Töchter, durch ihren Alltag in Leipzig. Er beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten des Ankommens, Loslassen und Neusortierens des eigenen Lebens. 

Im Anschluss Gespräch mit Regisseur Adnan Ramahi und Protagonistinnen.

Wasserläufer

Dok, BRD 2015, Regie: Beston Zirian Ismael, 25 min
Der 12-jährige Djudi ist mit seiner Familie vor dem Krieg aus Syrien nach Istanbul geflüchtet. Da sie dort keinerlei Unterstützung erhält, bestreitet die Familie ihren Lebensunterhalt mit dem Straßenverkauf von Wasser und Brezeln. Durch Momentaufnahmen aus ihrem Alltag enthüllt die Dokumentation ein bewegendes Familienschicksal und zeigt, welche Träume, Wünsche und Hoffnungen durch eine Flucht auf der Strecke bleiben. WASSERLÄUFER entstand in einem Urlaub, den der in Leipzig lebende Filmemacher Beston Zirian Ismael mit seiner Familie in Istanbul machte. Er sagt dazu: „Als ich die vielen syrischen Kinder auf der Straße gesehen habe, konnte ich nicht wegschauen und so fasste ich spontan den Entschluss, noch während meines Urlaubs diesen Film zu drehen.“ Der Film wurde 2016 bei den Hollywood International Independent Documentary Awards mit dem "Award of Recognition" ausgezeichnet, gewann 2016 in Leipzig den Publikumspreis des Kurzfilmfestivals „kurzsüchtig“ und befindet sich aktuell im Wettbewerb für den Hauptpreis „Best Foreign Short“ der Hollywood International Independent Documentary Awards.

quelle pko