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„Jesiden und orientalische Christen bei Karl May“ – Karl-May-Museum Radebeul | Alle Veranstaltungen

 

Die "Teufelsanbeter" - die Jesiden - und die orientalischen Christen spielen im Karl Mays Orientzyklus, in "Durch die Wüste" und "Durchs wilde Kurdistan", eine bedeutsame Rolle. Speziell die Jesiden hatten es ihm angetan, da sie nach seiner Ansicht aus allen Religionen das beste übernommen hätten. Die jesidische Kultur und Tradition und die Verfolgung dieser religiösen Minderheit würdigte May schon im 19. Jahrhundert und entwarf von ihr ein sehr positives Bild.

Zahlreiche deutsche Jugendliche, aber auch Erwachsene haben nicht nur ihre Kenntnisse des Islam ursprünglich aus Karl Mays Werk bezogen, sondern auch ihr Wissen über die "Teufelsanbeter" und Nestorianer. In seinem Vortrag stellt Dr. Eckehard Koch die Mayschen Schilderungen und Intentionen dar, vergleicht sie mit der "Wirklichkeit" und spannt den Bogen aus Mays Zeit bis zur Lage der Jesiden und Nestorianer heutzutage.

Quelle: Karl-May-Museum