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"Karl May und seine indianischen Lieblingsstämme - Phantasie und Realität" - Dr. Eckehard Koch (Herne) – Karl-May-Museum Radebeul | Alle Veranstaltungen

 

"Karl May und seine indianischen Lieblingsstämme - Phantasie und Realität"


In Karl Mays Wildwest-Abenteuern spielen viele Indianerstämme eine Rolle. Aber May hatte natürlich seine Favoriten, seine indianischen Lieblingsstämme, positiv wie negativ beschriebene, allen voran die Apachen, aber auch Comanchen, Navaho, Ute, Ogellalah und andere. Sind sie realistisch beschrieben? Stimmt Mays Bild von den "Indianern" mit der Wirklichkeit überein, oder sind die Indianer bei ihm weitgehend Fantasiegebilde? Die Antwort lautet: Ja und nein.

Aufgrund der von May benutzten Quellen, vor allem der Reisebeschreibungen des Indianermalers Catlin, sind "seine" Indianer überwiegend Prärieindianer der 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Diesen und anderen Fragen nach der Kontrastierung von Realität und Fantasie bei May bzgl. der beschriebenen Stämme geht der Vortrag nach. Z. B. in Bezug auf Winnetou: Gibt es historische Vorbilder? Woher stammt der Name? Gab es bei den Indianern Blutsbrüderschaft? Wie sind "seine" Apachen einzuordnen? Ähnliche Fragen stellen sich bzgl. der Comanchen und anderer Stämme.

Am Ende bleibt festzuhalten: May hat zum Teil richtige, zum Teil auch unrichtige Beschreibungen geliefert. Aber vor allem hat er ein idealisiertes, romantisches Bild von den Indianern entworfen, und damit hat er das Bild, das die Deutschen von den Indianern gewonnen haben, entscheidend geprägt. Das hat kein anderer Autor vor oder nach ihm geschafft. Der Vortrag gibt zu dem gesamten Themenfeld differenzierte Informationen.

quelle karl may museum