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Klettern im Iran – Sächsischer Bergsteigerbund e.V. (SBB) | Alle Veranstaltungen

 

Der Iran ist ein Land zwischen Persischem Golf und Kaspischen Meer mit vielen Gebirgen bis zu einer Höhe von 5600 Metern und weiten, trockenen Hochflächen dazwischen. Es gibt schöne, historische Städte, zahlreiche Felsgebiete, unglaublich viel zu entdecken und vor allem sehr gastfreundliche Menschen. Das Klima ist kontinental mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern, in denen es auch Niederschlag geben kann.
An den Füßen der hohen Gebirge, welche die Niederschläge "einfangen", liegen die großen Städte des Landes, denn nur durch das Wasser, welches ein rares Gut im Lande ist, kann das Leben stattfinden. In der Umgebung dieser Städte haben die Klettersportler des Landes nach schönen Felsen gesucht und sind fündig geworden. Dort finden wir die traditionellen Klettergebiete, die in den letzten Jahren zunehmend mit Bohrhaken ausgestattet worden sind, so dass man zwar weiterhin selbst mit Klemmkeilen und Friends absichern kann, aber auch eine reine Sportkletterreise nur mit einem Satz Expressschlingen unternehmen kann. Die Kletterouten sind abwechslungsreich und von der Reibungsplatte über technische Klettereien im senkrechten bis hin zu ausgedehnten Dachklettereien ist alles vorhanden. Das Angebot reicht von Kalkstein über Kalksandstein bis zu Granit und zahlreichen vulkanischen Gesteinen.

 

Auch die Bouldergebiete des Landes sind phantastisch und lohnen alleine schon die Reise. Sei es Band-e Yakchal oberhalb von Teheran oder Sharestanak weiter im Inneren des Elburz-Gebirges oder die Topgebiete von Hamadan, man kann sich dort austoben bis die Fingerspitzen bluten.
Überall in den Städten gibt es Kletterhallen, so dass man auch Gleichgesinnte treffen kann oder für den unwahrscheinlichen Fall des schlechten Wetters einen Ort zum Austoben hat. (Achtung: in den Kletterhallen gilt Geschlechtertrennung, Männer und Frauen dürfen nicht gleichzeitig trainieren!)
Neben dem Sportklettern gibt es auch sehr hohe Wände, wie das bekannte Bisotun (bis zu 1000 Meter Kalkstein) oder die Alamkooh-Wand (bis zu 650 Meter Granit), die fallweise auch ein Wandbiwak erfordern.
Der Klettersport steckt mitten in der Entwicklung und es ist spannend zu sehen, wo überall Neues entsteht. Das Felspotenzial des Landes ist noch riesig und bisher wurde nur die Oberfläche angekratzt.

quelle sbb