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KÜNSTLICHE TATSACHEN – Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst | Alle Veranstaltungen

 

Mit zum Teil eigens für die Ausstellung entstandenen Werken fordern internationale Künstler/innen den eingeübten Museumsblick der visuellen Kolonisierung heraus. In ihren Arbeiten untersuchen die Künstler/innen Blickregime und hinterfragen die Geste des Zeigens und Repräsentierens und letztlich der Konstruktion des ‚Anderen’ im Museum. Dabei interessieren sie sich für den zukünftigen Status der Objekte, die einstmals als kulturgeschichtliche Belegobjekte, Souvenirs und Trophäen gesammelt wurden und heute zunehmend einer globalisierten World Art zugeschrieben werden. Auf die Rahmung durch Vitrinen folgen nun Spotlight und Podest.

Mit dem Begriff der ‚Boundary Objects’ nimmt die Ausstellung das Potenzial von Objekten in den Blick, etablierte Kontexte und darin festgelegte Bedeutungen zu transzendieren: Als Opponenten ihrer eigenen Geschichte werden die Objekte zu Mittlern für größere Kontexte einer gemeinsamen Erinnerung an die Gewalt unethischen Sammelns, die das europäische Museum im 19. und frühen 20. Jahrhundert füllte, und für die Entstehung neuer transkultureller Erzählungen.
Quelle: CYNAL