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LÍADAN - Irland – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

Am Anfang wollten sich die sechs Studentinnen nur treffen, um mal gemeinsam zu musizieren. Schließlich war ihr Ziel, an der »Irish World Academy of Music an Dance« der Universität Limerick den Master zu machen. Das war im Februar 2004. Allerdings blieben die musikalischen Treffen der jungen Damen nicht lange im Verborgenen, bereits im Mai desselben Jahres lockte der erste öffentliche Auftritt. Von da an ging es nur noch bergauf, zuweilen sogar in schwindelerregendem Tempo. 2005 ließen sie zum ersten Mal aufhorchen, als sie beim Festival »Interceltique« im bretonische Lorient den Wettbewerb gewann. Dann folgte die Auszeichnung als „Best Traditionell Singing Group“.beim »Pan Celtic Festival« im irischen Tralee.

2007 wurden sie von den »Chieftains« entdeckt; die großen alten Männer des Irish Folk waren von der urwüchsigen Musikalität der sechs jungen Frauen so begeistert, dass sie diese kurzerhand mit auf ihre USA- und Japan-Tournee nahmen: Ein Ritterschlag, der LÍADAN sofort international bekannt machte.
Die sechs jungen Damen haben es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, irische Lieder und Tänze möglichst authentisch erklingen zu lassen. Deshalb haben sie keine Gitarren, Bouzoukis und Mandolinen dabei, sondern die irischen Originale: Da ist zuerst die Harfe, das Nationalsymbol, perlend, impulsiv und abwechslungsreich gespielt. Das Akkordeon übernimmt mitunter die Aufgaben eines Basses und sorgt für Tiefe und Bodenhaftung. Mit gleich zwei Flöten und zwei Geigen kann das Sextett musikalisch aus dem Vollen schöpfen, es kommt zu reizvollen Duetten und zu flinken Wechseln, wenn sich die Musikerinnen durch die Jigs & Reels spielen. Besonders spannend wird es, wenn eine Geige oder Flöte Rhythmusaufgaben übernimmt, derweil die andere weiterhin die Melodie spielt; dann werden die Rollen getauscht, Harfe und Akkordeon finden hinzu, so dass beständig neue Klangfarben und rhythmische Strukturen entstehen. Wenn sich zum Schluss alle Instrumente in einem Unisono vereinigen, wird die Musik fast schon orchestral.