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Lichtmusik – HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste | Alle Veranstaltungen

 

Lichtmusik

Gregor Glogowski / Alisa M. Hecke / Benjamin Hoesch // Flimmerskotom & Quiet Ensemble // The Enlightenment

LICHTMUSIK

Licht und Ton, raumdefinierende Theaterelemente, die normalerweise den Plot und die Darsteller wirkungsvoll in Szene setzen, werden zu Protagonisten der Bühne. Aus dem Spiel mit unseren Wahrnehmungsgewohnheiten entstehen zwei ganz unterschiedliche, gleichermaßen spannende und überraschende Performances:

Gregor Glogowski, Alisa Hecke und Benjamin Hoesch 
FLIMMERSKOTOM

In der Raumpolitik des Theaters tritt die Technik normalerweise zurück, um dem Menschen zu einem imposanten Auftritt zu verhelfen. Was passiert wenn sich dieses Verhältnis umkehrt? FLIMMERSKOTOM macht die Dinge zum Hauptakteur, die Sehen und Hören im Theater überhaupt erst ermöglichen: Scheinwerfer werden von der Decke geholt, Geräusche der Bühne verstärkt und Elektrosignale vertont. Apparate und Technik des Theaters werden hörbar, scheinen zu atmen und lassen einen düsteren, geheimnisvollen und inspirierenden Imaginationsraum entstehen.

FLIMMERSKOTOM spielt mit Bedingungen und Grenzen der Wahrnehmung, kippt den Theaterraum auf die Seite und kartografiert ihn neu, macht Licht hörbar, Klang spürbar, blendet mit Dunkelheit und verbirgt im Hellen.

Gregor Glogowski, Alisa M. Hecke und Benjamin Hoesch sind Absolventen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre ArbeitFLIMMERSKOTOM wurde zum Körber Studio Junge Regie Hamburg 2015, zum Radikal Jung-Festival München 2016 und an den Mousonturm Frankfurt eingeladen.

Quiet Ensemble
The Enlightenment (Deutsche Erstaufführung)

Die Sounddesigner Fabio Di Salvo und Bernardo Vercelli, gemeinsam als Quiet Ensemble unterwegs, machen Theaterscheinwerfer zum Klangkörper. Das klassische Orchester wird durch ein elektronisches Setup ersetzt: Neonlichter streichen die Violine, das Stroboskop spielt die Trommel, Theaterscheinwerfer ersetzen die Klarinetten und strahlen das Publikum an. Ein Stromkreislauf mit Kupferkabeln vernetzt das Lichtorchester und dirigiert das Summen und Singen der Materialien. Jedes Licht des aus 96 Elementen bestehenden Orchesters schenkt uns seinen individuellen Klang, den das Quiet Ensemble in seine Lichtsymphonie einfließen lässt. Ein Konzert aus purem Licht.

quelle hellerau.org