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LITERARISCHE ALPHABETE Gerhard Falkner – Stadtmuseum - Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Gerhard Falkner liest neue Gedichte und Prosa
1989, nachdem soeben sein dritter Gedichtband "wemut" erschienen war, kündigte der Lyriker, Dramatiker und Essayist Gerhard Falkner an, er würde nun keine Gedichte mehr veröffentlichen. Er habe, erklärte er später diesen Schritt, "den Text vor der Personalisierung schützen" wollen, "da ich ihn nicht als Vehikel zu sehen bereit war für die `Veröffentlichung´ seines Autors." Auch wenn Falkner sich dann doch im Jahr 2000 mit seinem vierten Band "Endogene Gedichte" wieder als Lyriker zurückmeldete, blieb er sich darin treu, nie einem Personalstil zu huldigen. Denn dieser Dichter verachtet nichts so sehr wie die "poetische Wahlwiederholung", die einen Autor in die Falle seines "gefundenen oder (für das Gedicht tödlichen) eloquenten Stils" locke. Der 1951 geborene Gerhard Falkner wendet in seiner Dichtung Empfindlichstes in Widerständiges und sagt von sich: "Ich bin kein Vielschreiber. Ich schreibe fast nur, wenn ich erschrecke." Zuletzt erschienen von ihm die Novelle "Bruno" und die Gedichtbände "Pergamon Poems" (2012) und "Ignatien. Elegien am Rande des Nervenzusammenbruchs" (2014).

quelle: literaturforum dresden