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LITERARISCHE ALPHABETE Werner Söllner – Stadtmuseum - Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Werner Söllner frankfurt (Main)/Rumänien) liest aus seinem Gedichtband "Knochenmusik"
Der 1951 in Horia (Rumänien) geborene Dichter Werner Söllner ist keiner, dem die Antworten wie Pilze aus der Tasche fallen. Er geht behutsam mit den Dingen der Welt um und hat mehr Fragen als Antworten. Auch an sich selbst gerichtet. Das "Ich" in seinen Gedichten ist ein problematisches, kein Überbordendes und keines, das als "Axt in der Hand" auftritt. Söllner möchten den Anderen ihr Geheimnis lassen - das für den einen, wie er sagt, "ein Abgrund", für den anderen "eine Brücke über den Abgrund" ist. "Ist es meine Wahrheit, vor der / ich erschrecke, oder ist es / die Wahrheit der Anderen? Und welche / von beiden ist schlimmer?" 1992 war im Zürcher Ammann Verlag Werner Söllners Gedichtband "Der Schlaf des Trommlers" erschienen. Fast ein Vierteljahrhundert später überrascht dieser "Dichter des Unspektakulären" (Eva Demski) nun mit einem neuen Buch, "Knochenmusik". Es passt nicht in die Zeit, dass jemand so sorgsam arbeitet, aber ist Söllner ein Unzeitgemäßer?

quelle: literaturforum dresden