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Literatur Jetzt! WIR MÜSSEN REDEN Festival zeitgenössischer Literatur 2016 – Deutsches Hygiene-Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Wir müssen reden

Alle Veranstaltungen zum Literaturfestival finden Sie hier auf dieser Seite.

Unter dem Titel „Wir müssen reden“ veranstalten livelyrix e.V. und das Deutsche Hygiene- Museum vom 6. bis zum 13. November 2016 das Literaturfest „Literatur jetzt! 2016.“ Anlass dieser Kooperation ist die Sonderausstellung „Sprache“, die das Deutsche Hygiene-Museum in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vom 23. September 2016 bis zum 06. August 2017 zeigt. Die Ausstellung thematisiert Sprache als eine menschliche Praxis, durch die Individuation und Soziabilität überhaupt erst ermöglicht werden. Über ihre kommunikative Funktion hinaus ist Sprache aber noch viel mehr: Sie erfindet und ordnet, sie „wortet Welt“, wie es der Sprachwissenschaftler Jürgen Trabant formuliert hat. Diese besondere Fähigkeit und Qualität von Sprache zeigt sich vor allem auch in der Literatur.
 

Mit diesem Verständnis von Sprache und Literatur reflektiert das Festival auch den aktuellen Zustand der öffentlichen Debattenkultur, in der mit immer drastischeren sprachlichen Mitteln um die politische und soziale Deutungshoheit gekämpft wird. Dabei handelt es sich um eine gesamteuropäische Tendenz der Radikalisierung, in der das vermeintlich Fremde zum Gegenstand aggressiver Formulierungen wird. Ein Schwerpunkt des Festivals wird daher darin bestehen, das Verhältnis der Sprache zu Fremdheit und Gewalt in der Literatur erfahrbar zu machen und durch Beiträge aus der Kunstwissenschaft zu befragen. Eingeladen sind vor allem solche Künstlerinnen und Künstler, die gewaltsame Sprechweisen in ihrer Literatur analysieren, um andere und neue Worte für die Erfahrung von Fremdheit in der Welt zu finden.

Die Veranstaltungen des Literaturfestes gruppieren sich lose um vier zentrale Aspekte, die mit dem Thema Sprache verbunden sind: „Sprache und Macht“, „Sprache und Stimme“, „Sprache und Identität“ sowie „Sprache und Wissen“. Neben Gesprächsrunden und traditionellen Autorenlesungen werden mit verschiedenen interaktiven und multimedialen Formaten auch alternativen Formen der Literaturvermittlung angeboten. Um auch ein Publikum anzusprechen, das eher selten den Weg zu etablierten Literaturveranstaltungen findet, sollen die eingefahrenen Grenzen zwischen der literarischen Sub- und Hochkultur möglichst aufgehoben werden. Einige Veranstaltungen werden in deutsche Gebärdensprache übersetzt, um auch Menschen mit Höreinschränkungen die Teilnahme zu ermöglichen.
Quelle: Literatur Jetzt