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Marcello Mastroianni in: Das süße Leben – Technische Sammlungen der Stadt Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Marcello Mastroianni in: Das süße Leben


Italien 1960,174 Min
R: Federico Fellini
D: Marcello Mastroianni, Anita Ekberg, Anouk Aimée

Wenn ein Schauspieler das italienische Kino geprägt hat, dann ist es neben den großen Diven Sophia Loren und Gina Lollobrigida Marcello Mastroianni. Die Zahl seiner Filme ist kaum übersehbar, seine Schauspielkarriere und sein Weg zum Weltstar beispiellos. Er verkörperte mit unvergleichlichem Charme Liebhaber, Müßiggänger und Dandies, aber er überzeugte auch als einfacher Arbeiter. Eine große Bedeutung in seiner Karriere hatte sein fulminantes Zusammenspiel mit Sophia Loren. Die Filme mit ihr wurden fast alle große Kinoerfolge. Kein geringerer als der große Luchino Visconti entdeckte das schauspielerische Talent des jungen Architekturstudenten Mastroianni in einem römischen Studententheater und wies ihm den Weg zum Schauspielstudium. Besonders in seinem Heimatland Italien wurde er mit vielen Preisen geehrt. Mastroianni hat mit großen europäischen Regisseuren, zu denen seine italienischen Landsleute unzweifelhaft gehören, gearbeitet: mit seinem Entdecker Visconti sowieso, mit Antonioni, de Sica, Marco Ferreri und Federico Fellini. In Filmen von Fellini lief er zur Höchstform auf, weil dessen groteske Filmsprache und sein satirischer Weltblick ihm besonders lagen. Und weil Fellini sein Wesensverwandter war. Der hat in einem Interview einmal gesagt: „Manchmal denke ich, Marcello ist ich.“ „Das süße Leben“ ist die erste Zusammenarbeit von Mastroianni und Fellini und für beide der internationale Durchbruch. Die Rolle des Skandalreporters mit Schriftstellerambitionen und großem Frauenverschleiß Marcello Rubini ist für den schönen Mastroianni wie geschaffen. An der Seite von Anouk Aimee und dem schwedischen Superweib Anita Ekberg wird ein durch Oberflächlichkeit und Gefühlsleere bestimmtes Gesellschaftsporträt mit Witz, Satire und großem Schauwert vorgeführt. Anita Ekberts Bad im Trevi-Brunnen in Rom ist bis heute unvergeßlich geblieben.

Quelle: .tsd.de