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MARIA IM DORNWALD (Paul Hoorn und Freunde) Lieder und Geschichten zu Advent und Weihnacht – Societaetstheater | Alle Veranstaltungen

 

MARIA IM DORNWALD

Karolina Petrova, Paul Hoorn und Matthias Manz haben als weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannte Sänger und Darsteller ein neues Trio gegründet. Es wird in diesem Jahr an Stelle der traditionellen Weihnachtskonzerte des 'Blauen Einhorns' einen zweiten Abend herausbringen, der mit großer stilistische Vielfalt an künstlerischen Mittel erzählt, was unter den Nägeln brennt: unsere Erde im spannungsgeladenen Gegensatz von Geborgenheit und Verunsicherung. +++Der Abend wird seinen Blick auf das Satt-Sein hier und das unfassbare Elend der vielen Flüchtenden richten und ist von der Möglichkeit getragen, dass beide Seiten, ankommen könnten - in einem anderen Land …+++Alte deutsche Weihnachtslieder treffen auf moderne Wiegenlieder und Beschreibungen von Unterwegs-Situationen, wie sie ja auch in der traditionellen Weihnachtsgeschichte unserer Kultur erzählt werden.
"... drei Darsteller, die beseelt sind von der Macht der Musik und von der Macht der Poesie" (DNN)
"Paul Hoorn ... gelang es, eine breit gefächerte Auswahl an Titeln und zwei Texten in insgesamt elf Sprachen rings um den christlichen Erlösermythos auszuwählen, sie in passende Arrangements für die Bühne und seine beiden Mitspieler zu bringen ...
Matthias Manz, hauptberuflich Schauspieler, ist als Multiinstrumentalist gefragt und spielt neben vier verschiedenen Gitarren auch Sax, Klarinette und Kontrabass. Außerdem darf er solistisch singen: Karussells "Als ich fortging, war die Straße leer" bekommt in seiner Interpretation eine eigene, eine neue Note. Und auch der Höhepunkt vor der Pause "Io non no paura" von Giacomo Sferlazzo ist sein Gesangspart - eine inhaltlich atemberaubende Ode ans Flüchltingselend vor und auf Lampedusa.
Für anspruchsvolle Kunstlieder ist Sopranistin Karolina Petrova zuständig, die dazu Violine, abwechselnd mit Manz Kontrabass und Blöckflöte spielt. Sie ist jene Maria, die in vier Liedern höchstselbst, im libanesischen "Madonna" indirekt vorkommt und dabei gesanglich in Schostakowitschs "Notlied", aber auch im "Wiegenlied einer proletarischen Mutter" Brecht-Eislers brilliert.
Hoorn selbst, der als Regisseur auf Spiel und Choreografien nicht nur mangels Platz verzichtet und lieber der reinen Konzertsituation vertraut, spielt Klavier und Akkordeon, zweimal auch Chaluimeau, eine Art Flötentröte für Feinsinnige. Kurz vorm Schluss kommt sein Meisterwerk: Ein geschickter Mix aus drei Titeln - "La Huida" ("Die Flucht") von Ariel Ramirez und den deutschen Volksweisen "Ach bittrer Winter" und "Es kommt ein Schiff, geladen" - gerät zu einer fröstelnd machenden Ballade, die angesichts der eigene Lage in gesellige Wohligkeit umschlagen muss." (Andreas Herrmann, DNN)
Quelle: Societätstheater