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Mechanische Tierwelt – Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden im Japanischen Palais | Alle Veranstaltungen

 

Mit fortschreitender Industrialisierung lernte auch das Spielzeug laufen. Dank dem Lithographiedruck ließ sich Blechspielzeug in großen Stückzahlen maschinell fertigen. Schnell fanden billige »Pennytoys« weltweite Verbreitung. Neben Autos und Eisenbahnen waren mechanische Tiere besonders populär. Mit dem Schlüssel aufgezogen, konnten Käfer krabbeln, Frösche springen, Hunde bellen und Vögel mit den Flügeln schlagen. Nach zwei Weltkriegen stand die Blechspielwarenindustrie in ihrer einstigen Hochburg Deutschland am Rand des Ruins. Als buntes Plastik die Vorherrschaft in den Kinderzimmern übernahm, hatte das Blechspielzeug endgültig ausgespielt. Mechanische Blechtiere sind seither eine bedrohte Spezies. Allein in der Obhut von Museen und liebevollen Sammlern ist ihr Überleben gesichert. Von diesen Tieren können Sie ca. 100 Objekte in der Ausstellung besichtigen.

Quelle: Senckenberg Museum Dresden