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Medea – Staatsschauspiel Dresden - Großes Haus | Alle Veranstaltungen

 

Medea

von  Euripides | Regie: Christina Rast 
Die Tragödie beginnt in Korinth, wo Medea und Jason mit ihren Kindern vorläufiger Aufenthalt gewährt wird. Die Familie ist auf der Flucht.

 

Für ein Leben mit Jason hat Medea ihren Vater verraten, ihren Bruder getötet und ihre Heimat aufgegeben. In Korinth wird sie von Jason verlassen für die Tochter des dortigen Königs Kreon. Medea droht die Verbannung, sie ist zur unerwünschten und rechtlosen Fremden in einer von ­Männern dominierten Welt geworden. Zutiefst verletzt von Jasons Verrat und gedemütigt von seiner Treulosigkeit, sinnt Medea auf Vergeltung und beschließt, nicht nur ihre Nebenbuhlerin und deren Vater, sondern auch die gemeinsamen Kinder zu töten.
Vor über 2400 Jahren entwarf Euripides seine Fassung der Medea, die seitdem in zahlreichen Variationen und Bearbeitungen die europäische und außereuropäische Kultur- und Geistesgeschichte beeinflusst und beunruhigt hat.
Der Mythos Medea lebt von seiner Widersprüchlichkeit. Medea ist ­Königstochter und Ausgestoßene, göttlicher Herkunft und schutzbedürftig in der Fremde, sie besitzt heilende Kräfte und ist ­besessen von Rachgier, klug und unbeherrscht, sie liebt voller Hingabe und tötet schließlich, was sie liebt. Die Tragödie zeigt den Kampf einer stolzen Frau um ihre Existenz und ihre Würde und die grausame Rache einer Liebenden, die zur Fremden gemacht wird.

Quelle: staatsschauspiel-dresden