Szenische Lesung |

Medea. Stimmen – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

16.12.2016 20:00
Details www.staatsschauspiel-dresden.de
Alle in Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
Albertplatz (Bus 261, 305, 326, 328; Tram 3, 6, 7, 8, 11)
16/12/2016 20:00 16/12/2016 22:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Medea. Stimmen Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus 38 DD/MM/YYYY
 

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von Christa Wolf

Medea, die Mörderin, die Giftmischerin, die Furie – so lautet die Anklage gegen die Königstochter aus Kolchis, der König Kreon in Korinth Exil gewährte. Nun sitzt ganz Korinth zu Gericht über sie und rekonstruiert das Bild einer eigensinnigen und stolzen Frau.
Als Medea einige Jahre zuvor mit ihrem Ehemann Jason und einigen Landsleuten in Korinth ankam, hatte sie eine lange Irrfahrt auf dem Mittelmeer hinter sich. Medea war mit Hilfe des Seefahrers Jason aus Kolchis, dem Unrechtsstaat ihres Vaters, geflohen. Die Flüchtlinge werden von den Korinthern geduldet, wenngleich man sie aufgrund ihrer Naturverbundenheit und Religion als rückständig belächelte. König Kreon, von dessen Gunst alles abhängt, protegiert den anpassungsfähigen Jason und verspricht ihm eine Karriere am Hof. Medea genießt als Heilerin unter den Korinthern Ansehen, fällt jedoch immer wieder durch ihr selbstbewusstes Auftreten auf, das ihr als Anmaßung angerechnet wird. Sie ist nicht bereit, sich den Mund verbieten zu lassen oder ihre kulturelle Herkunft im Gastland zu verbergen.
Ihr Schicksal wendet sich, als sie zufällig Kreons langgehütetes Staatsgeheimnis aufdeckt. Plötzlich wird aus der schönen Fremden eine unberechenbare Gefahr für die Sicherheit Korinths. Medea muss aus dem Weg geräumt werden. Und ehe sie sich versieht, steckt sie in einem Netz aus Verleumdungen, Intrigen und Lügen. Im Kampf um die Macht in Korinth muss Medea als Sündenbock geopfert werden ...

Quelle: Staatsschauspiel Dresden